Yoga Helmuth Maldoner Karlsruhe - Yoga
Yoga-Institut Helmuth Maldoner Karlsruhe

Der Yoga

 

Der Yoga [→ Link] ist die seit Urzeiten praktizierte universale Methode zur Erlösung vom Leiden.

Sein Ziel ist der Zustand ursprünglicher Reinheit und Freiheit.

Seinen Weg kennzeichnen die Begriffe ârogya (Freisein von Krankheit) und prasâda (Klarheit, Reinheit, Ruhe des Geistes).

Der schmerzfreie Körper ist die Voraussetzung für den Aufstieg zu den höheren Ebenen des Geistes; die Beherrschung der Wünsche und Gedanken führt zu Prasâda, dem bereits himmelhohen mittleren Ziel des spirituellen Pfades.

Hat man Prasâda erreicht, ist der Gipfel nicht mehr fern. Wir lesen in der Shrîmad-Bhagavad-Gîtâ:  

prasâde sarvaduhkhânâm hânir asyopajâyate 

In der Ruhe entsteht das Schwinden aller Leiden. [II.65]

Der Yoga befasst sich mit den Kräften des menschlichen Geistes. Heilsam sind dessen konzentrierte Kräfte; die einzelnen Stufen der Konzentration zeigen den Fortschritt auf dem Weg an. Ziel ist die vollkommene Konzentration, durch die man seine eigene wahre Natur, das Selbst zu erkennen vermag. So wie ein in den Ozean fallender Wassertropfen, so löst sich dann das begrenzte individuelle Bewusstsein auf und wird eines mit dem grenzenlosen Meer des Bewusstseins.

Tat tvam asi! verkünden die Upanishaden, die ältesten Weisheitsbücher Indiens: Was du äußerlich suchst, das ist in dir, das bist du! Gott hat mit Gut und Böse, mit Freude und Leid, mit dem Glück und Unglück der Wesen nichts zu tun. Das Leiden in seiner Gesamtheit verdankt der Mensch der Unwissenheit, dem eigenen unreinen Geist. Dieser ist durch Wünsche und Gedanken zersplittert und schwach geworden, hat seine ursprüngliche Kraft und Reinheit verloren. Die Gedanken sind wie die Wellen einer bewegten Wasseroberfläche, die das Spiegelbild eines Betrachters verzerrt erscheinen lassen. Identifiziert man sich mit dem verzerrten Bild, dann entsteht das begrenzte, von Fehlern und Mängeln gezeichnete Bewusstsein des »Ich« und »Mein«.

Aus dem zersplitterten, nach außen gehenden Geist muß ein nach innen gehender, konzentrierter werden. Erlösung und Freiheit können wir nur erreichen wenn es uns gelingt, den Geist von Wünschen und Gedanken freizumachen. So beginnt der Weise Patañjali das Yoga-Sûtra mit dem in seiner Kürze und Klarheit einzigartigen Satz:  

yogash chitta-vritti-nirodha  

Yoga ist die Stillegung der Bewegungen des Geistes. [I.2]

Das gelingt durch Konzentration (dhâranâ). Sie führt zur Meditation (dhyâna), diese zur völligen Versenkung (samâdhi). Das Wissen um die verborgenen Vorgänge im Inneren; um das Wesen der Wünsche, Gedanken und Emotionen; die Läuterung des Geistes durch ein reines, enthaltsames Leben und durch die Übung der Konzentration; das Eintauchen in die vollkommene Ruhe; das Einswerden mit dem grenzenlosen Meer des Bewusstseins (nirvikalpa-samâdhi) – all dies umfasst der Begriff »Yoga«.

Wer regelmäßig und systematisch übt – für ihn wird der Yoga, wie es in den Schriften heißt, zum »Zerstörer des Leids«.

Mit den wundervollen, erhebenden Worten von Shrî Swâmî Nârâyanânanda Mahârâj:

»Der Gedanke an ›Ich‹ und ›Mein‹ ist Knechtschaft und wahrlich die Hölle. Es ist diese Idee, das Ego, welches die Ursache unermesslichen Elends in dieser Welt ist. Aller Stress, alle Kämpfe, Schwierigkeiten und Leiden, die man in dieser Welt durchläuft, beruhen auf dem Ich-Gedanken und auf dem Wunsch, das Ich zu befriedigen. Zur Befriedigung der Wünsche des Ego bindet sich der Geist an die Sinne und ihre Objekte und beschmutzt und verunreinigt sich dadurch. Die vielfältigen Wünsche und Gedanken schleichen sich durch die Ego-Idee im Geist ein. Wenn das Ego abwesend ist verschwinden alle Wünsche und Gedanken. Und wenn es keine Wünsche und Gedanken gibt, welche die Ruhe und Reinheit des Geistes stören, lebt er von sich aus in der Herrlichkeit des Selbst. Solch ein Mensch und solch ein Geist erreicht Moksha oder Freiheit.«

 

 

zurück an den Anfang

 

Bildnachweis
Stone Buddha = ©Steven Belanger/fotolia.com
Shri-Yantra = ©Mahesh Patil/fotolia.com

Diese Seite wurde am 26.11.2025 zuletzt geändert.

Suchen ©2022 SCS