Yoga Helmuth Maldoner Karlsruhe - Spezielles
Yoga-Institut Helmuth Maldoner Karlsruhe

Spezielles

 

Der Hatha-Yoga und die ChakrasMißverständnis Yoga-NidrâGeistheilung (Prâna-Heilung)Der Kundalini-YogaDer Hormon-YogaDie »5 Tibeter«Wahnsinn HirntodOrgantranspantation ist keine NächstenliebeDie drei Gunas in weltlicher HinsichtDen Gedanken folgen die Taten: der Untergang der GesellschaftMüssen Veganer fanatisch sein?OM ist nicht AUMCovid-19: aus der Sicht des YogaAbschließende Bemerkungen zu Coronavirus, Impfung, Great Reset, Klimawandel

 

 

Der Hatha-Yoga und die Chakras

Je moderner der Yoga wird, desto mehr ist von der Wirkung der Âsanas auf die Chakras die Rede. Ich halte das für eine freie und beliebige Anschauung, die sich mit keiner der alten Schriften deckt. Klingt aber attraktiv, geheimnisvoll. Das letzte ist auch der Grund dafür, daß man hier keine Möglichkeit zum Widerspruch hat. Man erhält zur Antwort: »Wenn du das in Frage stellst beweist dies, daß du es noch nicht erfahren hast.« Klar.

In einer alten Schrift (Hathayoga-Pradîpikâ) heißt es zum Hatha-Yoga allgemein: »Er ist die Zuflucht für die von allen Schmerzen Geplagten.« Und speziell zu den Âsanas sagt die Pradîpikâ: »Sie bewirken Stärke, Freiheit von Krankheit und Leichtigkeit in den Gliedern.« Genauer und motivierender kann man es nicht ausdrücken. Das ist klassisch – und seriös.

Unseriös und gedankenlos sind dagegen moderne Aussagen wie »das Âsana X öffnet das Herz-Chakra«. Chakras sind psychische Zentren und öffnen sich durch den Aufstieg der Kundalinî. Die Reinigung der Elemente (bhûta-shuddhi) und das Durchdringen der Chakras (chakra-bheda) sind eine geistige Arbeit. Wie naiv muß man sein um zu behaupten, daß Gomukhâsana und Vajrâsana das Âjñâ-Chakra, das dritte Auge öffnen. Aber mit so etwas kann man mühelos Zuhörer finden, denn wir alle sind empfänglich für derartige (leere) Versprechungen.

Vajrâsana (Diamantsitz, Fersensitz) würde das Âjñâ-Chakra öffnen können – wenn man täglich mehrere Stunden über viele Jahre darin verweilt und sich mit perfekter Konzentration auf die Kundalinî fokussiert. Dies hat mit Konzentration zu tun, nichts mit einem Âsana. Und schon gar nicht, wenn man ein Âsana, wie es die Regel ist, dreimal in der Woche für wenige Minuten einnimmt.

Asanas öffnen Chakras? Wunschdenken. Wobei schon die Frage »was bedeutet öffnen?« zu seltsamen Erklärungsversuchen führt. »Aktivierung« ist ebenso nebelhaft. Über die Funktion der Chakras wissen wir Normalsterblichen nichts; wir lassen der Fantasie freien Lauf. Chakras aktivieren, was genau ist das? Es heißt zwar in den Schriften, daß bestimmte Mantras in bestimmten Chakras eine Resonanz finden; aber ein subtiler Klang ist etwas anderes als ein Âsana. Und: Daß ein Chakra beim Äußern eines Klanges einen Stoß erhält will nichts sagen, denn aktiviert ist es dadurch nicht; dazu bedürfte es, wie gesagt, einer machtvollen Konzentration.

Der Prânâyâma öffnet Chakras? Ja; aber warum? Weil der Prânâyâma durch das Anhalten des Atems eine der direktesten Methoden ist, die Kundalinî zu erwecken. Und nur wenn die Urkraft den Aufstieg bis zum dritten Chakra schafft, öffnet sich das dritte Chakra; nur wenn sie den Aufstieg bis zum sechsten Chakra schafft, öffnet sich dieses Chakra. Es kommt noch hinzu: wenn sie vollständig aufsteigt, nicht teilweise.

Es ist eine Frage der Seriosität, über die Sache nachzudenken bevor man etwas sagt. Würde ich den Kursteilnehmern beim Ausführen der Kobra erläutern »öffnet das zweite und dritte Chakra«, dann müßte ich gleichzeitig innerlich lachen.

Man mißverstehe es nicht wenn die Hathayoga-Pradîpikâ schreibt, daß zum Beispiel die Kobra die Kundalinî erweckt. Denn alte Schriften meinen mit solchen Aussagen ausnahmslos den vollen Weg des Yoga (Âsanas, Prânâyâma, Konzentration, Meditation), nicht die simple Ausführung einer Körperhaltung.

Die Verwechslung des Grobstofflichen mit dem Subtilen ist noch zu steigern, wie man dem Buch The key muscles of Yoga von Ray Long entnehmen kann. Man mag begeistert sein von dem Werk, die Darstellungen sind sehr gut. Als Wermutstropfen betrachte ich die Behauptungen zu den Chakras. Long gibt bei jedem Muskel den Hinweis »Innervation & Chakra Illuminated«. Innervation ist eindeutig, das sind physiologische Tatsachen. Chakra illuminated? Abwegig. Beispiel »Oberarmbizeps – Chakra illuminated: fifth«. Klar, oder? Gewichtheber, Boxer, Muskelprotze aktivieren durch ihre täglichen Bizeps-Curls das Vishuddha-Chakra; daher sind sie auch so rein, weise und von überströmender Sehnsucht nach Gott erfüllt (= Charakteristiken des Vishuddha-Chakra) …

Nachtrag November 2017:

Es geht noch absurder. Im französischen »YOGA Magazine« 15/2017 steht man fassungslos vor dem Artikel »Nourissez vos Chakras – Ernährt eure Chakras«. Zitat: »Se stabiliser à l'aide d'un curry de lentilles. Ou stimuler sa créativité grâce à un smoothie. Pas besoin de s'en tenir au yoga ou aux couleurs pour ouvrir ses chakras – l'alimentation ça marche aussi! Laissez-vous inspirer par l'energie de ces recettes. Tous le plats qui suivent renforcent les deuxième, sixième et septième chakras – c'est  garanti! Sich stabilisieren mit Hilfe von Linsencurry. Oder die Kreativität anregen dank eines Smoothies. Sie brauchen sich nicht an Yoga zu halten oder an Farben, um die Chakras zu öffnen – mit der Ernährung funktioniert es auch! Lassen Sie sich inspirieren von der Energie dieser Rezepte. Alle folgenden Gerichte stärken das zweite, sechste und siebte Chakra – garantiert!«

Das siebte Chakra, welches sich erst am Gipfel des Yogaweges, mit dem Eingehen in den höchsten Samâdhi »öffnet« und in Wirklichkeit kein Chakra im eigentlichen Sinn ist, sondern ein potentieller Zustand, man kann es »stärken«, indem man gewisse Speisen vermeidet und sich an »entgiftende pflanzliche« Nahrungsmittel hält … Der degenerierte Westen hat aus dem tiefgründigen, ernsten Ur-Yoga einen Witz gemacht. Was man auch an zahlreichen anderen Beispielen sehen könnte.

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Mißverständnis Yoga-Nidrâ

Im modernen Yoga wurden viele Begriffe der alten Lehre aufgeweicht, verfremdet, anders interpretiert als ursprünglich gedacht; es mögen die Stichworte Tantra, Dhâranâ, Brahmacharya, Samyâma, Nirvikalpa-Samâdhi genügen. Zu diesen Begriffen gehört auch Yoga-Nidrâ. Heute soll das eine spezielle Form der Entspannung sein. In alten Zeiten war Yoga-Nidrâ der erholsame Kurzschlaf der weit fortgeschrittenen Yogis und der Erleuchteten; keine Technik die man erlernt, sondern ein Zustand, der sich bei solchen Menschen spontan ergibt.

Heute wird dagegen gesagt: »Jeder kann Yoga-Nidrâ erlangen.« Oder gar: »Es ist leicht, Yoga Nidrâ zu praktizieren. Man liegt ganz still auf dem Rücken und hört den Anleitungen zu.« Wenn man damit der Entspannung des Hatha-Yoga einen neuen Namen geben will … Yoga-Nidrâ ist es aber nicht.

Eine Aussage – aus dem Internet – wie

»Yoga Nidra bedeutet yogischer Schlaf. Es ist ein Zustand des bewußten Tiefschlafs. In der Meditation bleibt man im Wachzustand des Bewußtseins und fokussiert den Geist sanft, während man Gedankenmuster, Emotionen, Empfindungen und Bilder entstehen und weitergehen läßt. Bei Yoga-Nidra jedoch verlassen Sie den Wachzustand, gehen über den Traumzustand hinaus und gehen in tiefen Schlaf, bleiben aber dennoch wach.«

provoziert die Bemerkung: Der Zustand des bewußten Tiefschlafs ist einzig der Moment, in dem der Yogin in den Nirvikalpa-Samâdhi eintaucht. Gewisse »Erkenntnisse« beruhen oft auf mangelhafter Selbstbeobachtung oder sind reine Theorie.

Auf einer deutschen Internetseite steht: Yoga-Nidrâ – Selbstverwirklichung im (bewußten) Schlaf. Man mag oft gar nicht glauben, auf welch tiefes Niveau der moderne Yoga gesunken ist, aber angesichts törichter Aussagen wie dieser ist es leicht zu verstehen.

Yoga-Nidrâ im ursprünglichen Sinn, das hört sich so an:

«This is a state between the waking- and dream-states. The experiencer of this state is conscious of his environments and, at the same time, he sleeps also. Generally an advanced Yogi experiences this kind of sleep. During this state, the mind works in-between the brain-centre and the lower brain.»

»Dies ist ein Zustand zwischen dem Wach- und dem Traumzustand. Der Erlebende dieses Zustandes ist sich seiner Umgebung bewußt und schläft gleichzeitig auch. Im Allgemeinen erlebt ein fortgeschrittener Yogi diese Art von Schlaf. Während dieses Zustandes arbeitet der Geist zwischen dem Gehirn-Zentrum und dem unteren Gehirn.« [aus: Swami Narayanananda. The End of Philosophy.]

«When a man after attaining Nirvikalpa-Samâdhi comes down to the plane of relative consciousness and when he wants to take rest, he goes to this state. The state of Yoga-Nidrâ is neither a waking-state nor is it a dream-state also. It is neither a deep-sleep-state, nor is it a Samâdhi-state. A man under Yoga-Nidrâ can hear the sounds of people speaking, walking, etc., in the same room, not clearly but  dimly and he cannot respond to them. And when he wakes up, he has the full benefit of a nap. Thus, he never gets tired.«

»Wenn ein Mensch, nachdem er den Nirvikalpa-Samâdhi erreicht hat, auf die Ebene des relativen Bewußtseins herabsteigt und sich ausruhen will, geht er in diesen Zustand über. Der Zustand von Yoga-Nidrâ ist weder ein Wachzustand noch ist er auch ein Traumzustand. Er ist weder ein Tiefschlafzustand noch ist er ein Samâdhi-Zustand. Ein Mensch unter Yoga-Nidrâ kann die Geräusche von Menschen, die im selben Raum sprechen, gehen usw., nicht klar, sondern schwach hören, und er kann nicht auf sie reagieren. Und wenn er aufwacht, hat er den vollen Nutzen eines kurzen Schlafs. So wird er nie müde.« [aus: Swami Narayanananda. Consciousness under Different States.]

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Geistheilung (Prâna-Heilung)

Folgendes ist im Internet zu lesen: »Wer Prânâyâma übt kann seinen Prâna weitergeben und Krankheiten heilen. […] Massiere sanft mit den Händen die Beine eines Rheumakranken. Beim Massieren mache Kumbhaka (Atemanhalten) und stelle dir vor, daß der Prâna von deinen Händen zum Patienten hinfließt. Verbinde dich mit … dem kosmischen Prâna, und stelle dir vor, daß die kosmische Energie durch deine Hände zum Patienten fließt. Der Patient wird sogleich Wärme, Erleichterung und Kraft verspüren. Du kannst Prâna durch den Raum an einen Freund weitergeben, der weit entfernt von dir lebt. Das nennt man ›Behandlung in Abwesenheit‹.«

Keine gute Empfehlung (der Name des – sehr prominenten – Autors sei nicht erwähnt). Erleuchtete, die die Geheimnisse des Karma durchdrungen haben warnen davor, den eigenen Prâna auf Kranke zu übertragen; das Geistheilen gehört zu den größten Fehlern, die ein Übender auf dem spirituellen Weg machen kann.

Anfangs geht es dem Heiler gut; er ist im Vollbesitz der Kräfte, erhält die Schwingungen der Dankbarkeit und Liebe von den Patienten, sogar Geld, Ehre, Ruhm – alles scheint in Ordnung zu sein. Wie aber Hippokrates sagte: »Die Erfahrung ist trügerisch.« Zu gegebener Zeit kommt die Reaktion, und dann muß er für seine Fehler bezahlen. Soll das der Weg zur Freiheit sein, von dem im Yoga die Rede ist?

Im selben Artikel ist weiter zu lesen: »Denke nie daß du deinen Prâna erschöpfst wenn du ihn an andere weitergibst. Je mehr du gibst, desto mehr fließt er dir aus der kosmischen Quelle zu. Das ist das Naturgesetz. Sei nicht geizig.« Wer bei diesem Satz nicht nachdenklich wird wandelt auf allen möglichen Wegen, aber nicht auf dem des Yoga. Dort geht es darum, die Bindungen zu lösen anstatt sie durch Aktivitäten wie das Geistheilen zu verstärken, die »Freiheit vom Karma« zu erreichen, wie die Bhagavad-Gîtâ sagt.

Eine kosmische Quelle, von wo der Prâna herunterfließt – das kann man auch als mangelnde Selbstbeobachtung ansehen. Die Energie kommt von innen; es ist die Kundalinî, die eigene Kraft, die im Spiel ist. Das Universum ist eine Projektion des eigenen Geistes. Noch einmal: Anfangs fühlt sich der Heiler stark und gut. Irgendwann kommt die Reaktion, und er verliert seine Kräfte. Das ist das Naturgesetz, und das haben die Weisen wie Shrî Râmakrishna klargemacht. Die Fähigkeit zur Geistheilung gehört zu den – kleineren, relativ schnell erreichbaren – Siddhis (Wunderkräften) und muß wie die anderen Siddhis vom geistig Strebenden abgelehnt werden, wenn er Fortschritte machen will. Das »Gospel of Shrî Râmakrishna« enthält entsprechende Hinweise. Zum Beispiel:

Shrî Râmakrishna: »Ich zittere vor Furcht, daß ich jene Kräfte erwerben könnte. Wenn ich sie hätte, würde dieser Platz in ein Hospital oder in eine Ambulanz verwandelt. Die Menschen würden hierherströmen und mich bitten ihre Krankheiten zu heilen. Ist es gut okkulte Kräfte zu besitzen?« Der Schüler: »Nein, Herr. Du hast zu uns allen gesagt, daß ein Mensch nicht Gott verwirklichen kann, wenn er auch nur eine der okkulten Kräfte besitzt.« Shrî Râmakrishna: »Recht hast du. Nur die Niedrig-Gesinnten suchen sie …«

Von Swâmî Nârâyanânanda lesen wir in seinem unübertroffen klaren Prânâyâma-Buch, ich übersetze aus dem englischen Original:

»Sei darauf bedacht, dich nicht durch Übertragung von Prâna geistigen Heilungen hinzugeben. Dies ist ein unbewußtes Spiel mit dem eigenen spirituellen Fortschritt und beinhaltet auch eine Gefahr fürs Leben. Ein echter und aufrichtiger Sâdhaka (Strebender) muß von solchen Dingen um jeden Preis absehen wenn er vorankommen will im Prânâyâma und in der Spiritualität. Hat ein Sâdhaka die nötige Reinheit von Körper, Nâdis und Geist zu einem gewissen Grad erlangt, kann er leicht solche Wunder vollbringen, aber die Reaktionen hierauf sind gravierend und gefährlich. Oft muß der Heiler die Krankheit des zu Heilenden auf sich nehmen. Ist er nicht stark genug oder spirituell nicht genug fortgeschritten, wird er tiefersinken und das Erreichte zunichtemachen. Ohne Zweifel wird es ihm anfangs gelingen Kranke zu heilen, aber nach einigen erfolgreichen Behandlungen wird er kläglich versagen und dann oft unter unheilbaren Krankheiten und Schicksalsschlägen zu leiden haben. Viele Leute, die solche Wunder vollbrachten, haben ihr Ziel völlig verfehlt und ihre ganze spirituelle Laufbahn schmählich ruiniert.« [Swami Narayanananda. The Secrets of Prana, Pranayama & Yoga-Asanas. ©N.U.Yoga Trust Gylling, Denmark]

Die Mehrzahl der Heiler ist natürlich anderer Meinung. Für mich gilt: Macht ein Mensch Fehler die nur ihn betreffen, ist es halb so schlimm; dann geht es ihm schlecht, er wird krank, depressiv … Sobald andere Seelen im Spiel sind, kommt der Begriff Verantwortung, und es wird ernst. Waren es schlechte Ratschläge und Empfehlungen, Eingriffe in das Karma anderer, dann beginnt ein neuer Reigen mit weiteren Verstrickungen, die den Suchenden auf seinem Weg fesseln anstatt ihn zur Freiheit zu führen.

In der spirituellen Welt gibt es keinen anderen Begriff der so mißverstanden wird wie »Liebe«. Ein Suchender mit begrenzten Kräften, selber nicht frei von körperlichen und psychischen Problemen will einem anderen Kranken »helfen«? Er gleicht einem Bettler, der keinen Cent in der Tasche hat und andere Menschen zum Essen in ein Restaurant einlädt. Das ist keine Liebe, das ist absurd. Ein Mensch mit begrenztem Wissen vom Gesetz des Karma mischt sich beim Geistheilen in das Karma anderer ein ohne zu ahnen, was genau er damit anrichtet. Das ist keine Liebe, das ist aus Ignoranz geborener Hochmut. Wenn vom »Mitleid, Erbarmen« des Erleuchteten die Rede ist, geht es um die unergründliche höchste Weisheit. Das kümmerliche Helfersyndrom von uns Normalsterblichen dagegen bezeichnete Shrî Ramana Maharshi als eine der Spielarten des Egoismus.

Es gibt nicht wenige Strebende, welche einerseits aufrichtig und liebevoll sind, andererseits in diesem schwierigen Punkt die Tatsachen nicht kennen. Die rechte Bemühung führt dann zum rechten Verständnis. Und es gibt viele, die hier nicht verstehen wollen; ihnen können selbst die Worte der Weisen nicht helfen. Sie müssen von alleine lernen, durch Leid. Nach Kungfutse: »Es gibt drei Wege (zur Erkenntnis): Erstens durch Nachdenken, das ist der edelste. Zweitens durch Nachahmen, das ist der leichteste. Drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.« Oder mit den Worten von Swâmî Nârâyanânanda: »Erst wenn sie tiefer gehen werden sie verstehen.«

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Der Kundalinî-Yoga

Der Kundalinî-Yoga ohne rechte Führung und Praxis ist der sichere Weg in den Abgrund.

Gemeint ist der alte tantrische Weg, bei dem es um das Erwachen der Urkraft geht. Die im Westen bekanntere 3HO-Lehre von Yogi Bhajan ist eine besondere Form des Kundalinî-Yoga und bedürfte einer eigenen – kritischen – Erwähnung.

Es ist zu beklagen, daß der Kundalinî-Yoga in so vielen Yogaschulen gelehrt wird. Und typisch für unsere Gesellschaft, die nichts Heiliges mehr kennt; die sich für so aufgeklärt hält, daß Geheimnisse nichts mehr zählen. Zum Schutze der Schüler auf dem gefahrvollen geistigen Pfad war einst das Wissen von der Urkraft das Geheimnis der Geheimnisse.

Die Kundalinî ist die Urkraft der Schöpfung und damit auch die Ursache des Geistes. Im weltlichen Menschen beschränken sich die Aktivitäten der im untersten Chakra ruhenden Kundalinî auf die Versorgung von Körper und Geist mit Energie. Ihr durch ein reines Leben und durch die Übung der Konzentration bewirktes Erwachen und Aufsteigen führt den Yogin über immer höhere Ebenen des Bewußtseins zurück an den Ausgangspunkt der Schöpfung und am Ende, durch vollkommene Konzentration, in das Einswerden mit dem grenzenlosen Meer des Bewußtseins. Nach dieser Definition ist der Yoga ein tantrischer Prozeß; so wird alles genannt, was mit der Erweckung der Kundalinî zu tun hat. Da keine andere indische Lehre zu mehr Fehldeutungen geführt hat, sei festgehalten: Der wahre Yoga ist rein geistiges Tantra; hier wird als Bedingung für den spirituellen Weg die völlige Selbstbeherrschung und damit auch ein Leben in Enthaltsamkeit gefordert.

Der Begriff Tantra sollte nicht mißverstanden werden. Durch die Aktivitäten östlicher Sekten und westlicher »Yogis« ist eine einst moralisch hochstehende Disziplin zu einem magischen Yoga verkommen. Die oft zitierte und meist mißverstandene »Vereinigung des männlichen und weiblichen Prinzips« hat nichts mit dem grobstofflichen Akt zu tun. Sie bezieht sich auf einen geheimnisvollen, geistigen Vorgang – den Aufstieg der als weiblich betrachteten dynamischen Urkraft und ihr Einswerden mit dem als männlich angesehenen statischen Aspekt des Bewußtseins im Kopfzentrum, das Erreichen des finalen Zustands der Erleuchtung.

In allen rein lebenden Menschen wird die Urkraft wach und steigt auf, aber nur wenige wissen es. Jede Art von Yoga ist genaugenommen ein Kundalinî-Yoga, aber in den meisten Yogarichtungen und in anderen religiösen Gemeinschaften wird dieser Aspekt nicht in den Vordergrund gestellt. Gewöhnlich betrachtet man die auf dem religiösen Weg auftretenden, durch den wechselvollen Aufstieg der Urkraft bedingten Phänomene als von Gott gesandt; man ist dankbar für die guten Dinge (Zuversicht, Freude, Inspirationen, Visionen), demütig akzeptiert man die schlechten (Krankheit, Depression, Zweifel, geistige Verwirrung). Diese sympathische Haltung entzieht sich jeder kritischen Bemerkung. Auf der höchsten Ebene jedoch heißt es, wie in der Bhagavad-Gîtâ zu lesen ist: Alles Leiden verdankt der Mensch dem eigenen unreinen Geist. Gott ist das alldurchdringende Meer des Bewußtseins und hat mit Gut und Böse, mit Freude und Leid, mit dem Glück und Unglück der Wesen nichts zu tun. Das Wissen wird von Unwissenheit verhüllt, allein dadurch leiden die Geschöpfe.

Den Meistern des Kundalinî-Yoga verdanken wir die Erkenntnis, daß man die Urkraft aktiv, durch eigene Bemühung lenken und zu ihrem Ursprung zurückführen kann. Sie offenbarten die verborgenen Zusammenhänge zwischen der Urkraft und dem Körper, dem Atem, dem Geist. Mittels bestimmter Körperhaltungen, Atemtechniken und psychischer Methoden ist es möglich, auf die Kundalinî einzuwirken.

Solche Techniken bezeichnet man als Kundalinî-Übungen, um sie von den anderen, rein gesundheitlichen Aspekten des Yoga zu unterscheiden. Zu den Kundalinî-Übungen gehören der Prânâyâma einschließlich der Mudrâs und Bandhas, die Konzentration und auch einige Körperstellungen (Âsanas).

Das Erwecken der Urkraft ist mit Gefahren verbunden und darf nur von intensiv Übenden im persönlichen Kontakt mit einem wahren Guru erlernt werden. Wer ist ein intensiv Übender? Ein völlig Gesunder mit widerstandsfähigem Körper und Geist, ein zurückgezogen und in Enthaltsamkeit Lebender; einer, der ein reines und heiliges Leben führt, ständig das höchste Ziel vor Augen. Wer von uns im geschäftigen, nach außen gerichteten Westen kann sich dazu zählen? Die meisten Menschen, die sich leichtfertig mit Übungen zur Erweckung der Urkraft beschäftigen, wissen wenig von den Gefahren, die durch ihr zu frühes und unbeherrschtes Erwachen drohen. Sie gleichen Kindern, die mit Rasierklingen spielen. In ihrer Naivität sind sie unschuldig, aber sie werden weinen, sobald sie sich verletzt haben. Soll man Kinder kritisieren? Nein; man darf aber jene »Meister« tadeln, die durch das öffentliche Lehren solcher Techniken sich und andere schwache Menschen ins Unglück treiben. »Schwach« bedeutet: Das Ego solcher Meister und ihrer Schüler, ihr falsches Selbstbewußtsein ist stark; ihre Kraft zur Unterscheidung, ihr guter Wille zur Einsicht und daher ihr Charakter sind schwach.

»Wieso Unglück«, wird oft entgegnet, »ich arbeite mit der Kundalinî, und mir geht es gut!« Nun, alles hat seine Zeit. Die ersten Erlebnisse sind schön und erfüllend, aber irgendwann kommt die Reaktion des Geistes, und dann wird man sehen. Das wahre Glück, sagt uns die Bhagavad-Gîtâ, schmeckt am Anfang wie Gift, und erst am Ende wie Nektar. Das schwankende, täuschende Glück schmeckt am Anfang wie Nektar, und am Ende ist es Gift. Die Erweckung der Urkraft ist, so lesen wir in den Schriften, der schnellste aller religiösen Wege; er führt direkt zum Himmel oder direkt in die Hölle.

Wie kann das sein? Weil es eine rechte und eine unrechte Art gibt, die Urkraft zu erwecken. Was ist recht? Ein reines Leben unter Führung eines wahren Gurus; unter ständiger Achtsamkeit, das Ego nicht wachsen zu lassen; das Verwerfen von Ehre und Ruhm (daß man etwa der Versuchung widersteht, selbst ein Guru zu werden und andere in Prânâyâma und Meditation einzuweihen); das Ablehnen der Wunderkräfte, welche man durch den Aufstieg der Kundalinî erhält (dies schließt mit ein, daß man nicht zum Geistheiler, Hellseher und ähnliches wird) … Was ist unrecht? Daß man die Kräfte des Yoga benutzt, um die Sinnenfreuden intensiver erleben zu können; daß man aufgrund kleinerer Erkenntnisse meint, die Wahrheit gefunden zu haben und sie verkünden zu müssen; daß man im Wunsch, der Menschheit zu »helfen« Schüler annimmt, obwohl man selber so gut wie nichts erreicht hat; daß man die erlangten übernatürlichen Fähigkeiten mißbraucht, indem man Kranke energetisch-geistig »heilt« und ähnlichen Aktivitäten nachgeht. Das Ego, sagen die indischen Weisen, ist die Wurzel allen Übels, und solange diese Wurzel nicht vernichtet ist, gibt es keine Erlösung aus dem Kreislauf der Geburten und Tode.

Kundalinî-Übungen gehören nicht an die Öffentlichkeit, und ein Lehrer des Yoga oder anderer geistiger Disziplinen, der sich nicht an diesen Grundsatz hält, verstößt gegen die alten ethischen Prinzipien. In den Heilwirkungen werden zwar einige Kundalinî-Übungen genannt, aber nicht erklärt, wobei eine strikte Trennung zwischen den Wirkungsbereichen nicht immer einfach ist. Die Kobra dient in normaler Ausführung der Gesundheit; zudem wird sie traditionell über längere Zeit mit einer bestimmten Art des Atmens gehalten, dann beeinflußt sie die Kundalinî. Auf solche Dinge wird genau eingegangen, um Mißverständnisse zu vermeiden.

Ich lese (Oktober 2007) in einer Karlsruher Zeitung folgende Anzeige: »Yogameister XY in Karlsruhe. Der bekannte Verfasser mehrerer Yoga-Fachbücher lädt zum aktiven Mitmachen von speziellen Atemübungen (Prânâyâma) ein, welche einen wichtigen Stellenwert zur Energieerweckung (Kundalinî) im Yoga haben.« Im alten Indien wäre so etwas nicht möglich gewesen.

Diese Worte des Psychiaters C. G. Jung (1875–1961) sollten zum Nachdenken anregen:

«One often hears and reads about the dangers of yoga, particularly of the ill-reputed Kundalini Yoga. The deliberately induced psychotic state, which in certain unstable individuals might easily lead to a real psychosis, is a danger that needs to be taken very seriously indeed. These things really are dangerous and ought not to be meddled with in our typically Western way. It is a meddling with fate, which strikes at the very roots of human existence and can let loose a flood of sufferings of which no sane person ever dreamed.» [C. G. Jung, Introduction to The Tibetan Book of The Dead]

»Man hört und liest oft über die Gefahren des Yoga, insbesondere des verrufenen Kundalini-Yoga. Der absichtlich hervorgerufene psychotische Zustand, der bei instabilen Menschen leicht zu einer echten Psychose führen kann, ist eine Gefahr, die in der Tat sehr ernstgenommen werden muß. Diese Praktiken sind wirklich gefährlich und sollten nicht mit unserer typisch westlichen Lebensweise zusammengebracht werden. Sie sind eine Einmischung in das Schicksal, die die Wurzeln der menschlichen Existenz trifft und eine Flut von Leiden freisetzen kann, von denen kein vernünftiger Mensch jemals geträumt hat.« [C. G. Jung, Introduction to The Tibetan Book of The Dead]

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Der Hormon-Yoga

Anstatt meine Haltung zum Hormon-Yoga immer wieder einzelnen Interessenten zu erklären verweise ich auf diesen Artikel, das ist praktischer.

»Traditioneller« Yoga bedeutet: ursprünglich, nicht dem Zeitgeist angepaßt. Das deutlichste Merkmal unseres Geistes ist: Er hält es nie länger bei einer Sache, einem Gedanken aus. Unaufhörlich sucht er neue Eindrücke und Reize, springt er von einem Gedanken zum anderen. Mit dieser Natur des Geistes ist zu erklären, warum es unter anderem ständig neue Formen des Yoga geben muß, denn das Alte ist ja so quälend langweilig.

Der Geist hat vier Grundeigenschaften: Denken, Fühlen, Wollen (Handeln), Konzentrieren. Entsprechend teilten die alten Rishis den Yoga in vier Arten ein: Jñâna-, Bhakti-, Karma-, Râja-Yoga. Vier Eigenschaften, vier Wege: klassisch. Wieviele Yogas gibt es angeblich noch? Laya-Yoga, Siddha-Yoga, Kundalini-Yoga, Tantra-Yoga, Mantra-Yoga, Dhyana-Yoga … Und in Bezug auf die Gesundheit: Früher gab es den einen Hatha-Yoga; heute auch noch Aku-Yoga, Luna-Yoga, Flow-Yoga, Ayur-Yoga, Vinyasa-Yoga, Chi-Yoga, Yin-Yoga, Tri-Yoga, Jivamukti-Yoga, Power-Yoga, Anusara-Yoga, Hormon-Yoga … Mit dem Alten, Einfachen geben sich wenige zufrieden.

Die anderen erfinden Neues. Ein Beispiel ist der Bikram-Yoga. Gründer Bikram Choudhoury besitzt die Dreistigkeit, auf jahrtausendealte Âsanas ein Patent anzumelden; auch seine grotesken Bestrebungen, Yoga zur olympischen Disziplin werden zu lassen sind ihm nicht peinlich. That’s american Yoga.

Bei der Lektüre von Dinah Rodrigues’ Buch muß man sich wiederholt wundern. Über den theoretischen Teil genügen wenige Andeutungen: Wer die Nasenspitze als »vorderen Endpunkt der Sushumnâ« bezeichnet (hier bedient sich Rodrigues bei der chinesischen Medizin, aber der Kreislauf Ren-Mai/Du-Mai ist etwas anderes als die Sushumnâ-Nâdî), wer unter Khecharî-Mudrâ den Kontakt der Zungenspitze mit dem Gaumen versteht, wer einen »Pranâyâma zum Abnehmen« vorschlägt, der hat sich vom traditionellen Yoga weit entfernt, wie so viele moderne Yogis. Und ihre Behauptung »Der Unterschied zum Hatha-Yoga besteht darin, daß der Hormon-Yoga den Energiekörper nachhaltiger bearbeitet« tut direkt weh. Über Mißverständnisse solcher Art lohnt es sich aber kaum zu diskutieren.

Wichtiger sind Anmerkungen zur Praxis – als Warnung. Obwohl man in alle Details gehen müßte, will ich die Sache nicht zu sehr in die Länge ziehen und stelle fest: Die im Hormon-Yoga praktizierte Verbindung der Âsanas mit der Atemtechnik Bhastrikâ ist im Sinne des Yoga, der Physiologie, der Medizin unsinnig bis schädlich.

Bhastrikâ gehört zu den indischen Prânâyâmas und damit von vorneherein zu den Dingen, die mit Vorsicht zu handhaben sind. Die Technik ist als Tiefatmung nur dann »in Ordnung«, wenn man nach dem Blasebalg die Luft lange anhält, damit es zum Ausgleich zwischen Sauerstoff und Kohlendioxyd kommt. Nun meint Rodrigues zwar nicht die klassische Bhastrikâ, sondern eine Abart, »Bhastrikâ (K.D.)« genannt, was auf den Namen ihrer Yogalehrerin hinweisen soll. Aber das macht die Sache noch schlimmer, denn Bhastrika (K.D.) ist wegen des reinen Blasebalgs (ohne Ausgleich) in jedem Falle negativ. Was würde Professor Buteyko sagen wenn er Rodrigues’ Empfehlung lesen könnte, »Bhastrikâ macht man idealerweise 70mal pro Minute«, in diesem Fall in Verbindung mit Âsanas? Wo doch das Yoga-Ideal darin besteht, nur wenige Male pro Minute zu atmen?

Das ist, so wird entgegnet, nicht korrekt dargestellt, denn das Entscheidende ist die Wirkung der Kombination Âsana/Bhastrikâ auf die Anregung der Hormonproduktion im weiblichen Organismus. Nun, es ist insofern nicht korrekt dargestellt als man unmöglich den Wust an Spekulationen aufzählen kann, die in Rodrigues’ Buch und in den Werken einiger Trittbrettfahrer zu finden sind. Die prominente Idee ist, daß erstens durch die Bhastrikâ-Wirkung eine Massage des Unterleibs und eine Aktivierung des Prâna erfolgt, und daß zweitens durch Lenkung dieses Prâna in den Unterleib, genauer in die Eierstöcke, die Hormonproduktion angeregt wird. Zumindest zu diesen beiden Punkten sei Stellung genommen.

1. Bhastrikâ in Rodrigues’ Art massiert Darm und Unterleib; gegen eine Massage wäre prinzipiell nichts zu sagen. Nicht jedoch in Verbindung mit Âsanas, denn dies stört wiederum jenen spezifischen Fluß des Prâna, der durch ein spezifisches Âsana erzeugt werden soll. Als Massage ist Uddîyâna besser, das klassische Baucheinziehen. Und als Einzeltechnik scheitert dieses forcierte Atmen, weil es eine Hyperventilation ist. Daß Bhastrikâ den Prâna anregt stimmt ebenfalls; ich zähle das allerdings zu den problematischen Kundalinî-Übungen.

2. Die Lenkung des Prâna ist ein großes Thema (seit Jahrtausenden praktiziert), gründet hier aber in einem Mißverständnis. Ich zitiere aus dem Buch: a) Einatmen und die Luft anhalten; b) die Zunge an den Gaumen  legen; c) Konzentration auf die Nasenspitze; d) Spannung des Beckenbodens; dies aktiviert die Energie, die dann über die Wirbelsäule bis zur Nasenspitze aufsteigt; e) Konzentration auf die Eierstöcke; f) Ausatmen und spüren, wie die Energie in die Eierstöcke gelangt. Damit sind wir an jenem Punkt, der weiter oben besprochen wird: die behauptete Wirkung der Âsanas auf die Chakras. Die Essenz dort gilt auch für den Hormon-Yoga: Dies hat mit Konzentration zu tun, nichts mit einem Âsana. Genauer: Das ist eine Heiltechnik, die mit dem traditionellen Prânâyâma verbunden ist. Die Âsanas haben eine andere Zielrichtung.

Man darf sagen: Durch Konzentration auf die Eierstöcke sende ich mehr Prâna dorthin. Man sollte nicht sagen: Durch forciertes Atmen in einem Âsana rege ich die Hormonproduktion an. Das ist ebenso Wunschdenken wie die Vorstellung, der Fersensitz würde bestimmte Chakras anregen. Nicht der Hormon-Yoga speziell regt die inneren Organe einschließlich der Hormondrüsen an, das schaffen alle Arten von Yoga. Andere Behauptungen entbehren jeglicher Grundlage. Gewiß lassen sich Menschen durch schöne Worte beeindrucken, aber das ist bei jeder Werbung so. Ein genaueres Hinschauen wird einiges als leere Versprechung entlarven. Man praktiziere die Âsanas, das Heilatmen und die Entspannung; man ernähre sich richtig, wende systematisch die sehr wichtigen Reinigungen an, beschäftige sich mit der psychischen Hygiene, und alles wird gut.

Zusammenfassend: Bhastrikâ klassisch = man atmet blasebalgähnlich und hält dann genügend lange die Luft an zwecks Ausgleich. Also ein typischer Prânâyâma (alle  Prânâyâmas sind Kumbhakas) und sollte deshalb nicht öffentlich gelehrt werden. Bhastrikâ nach Rodrigues, als forciertes Atmen mit Bewegen des Bauches wäre als Einzeltechnik unvollständig, daher nicht korrekt und schädlich (Hyperventilation); in Kombination mit den Âsanas ist es gefährlich. Der Drehsitz mit Bhastrikâ, die halbe Kerze mit Bhastrikâ, die Brücke mit Bhastrikâ, die Rumpfbeuge mit Bhastrikâ – ist die Yogawelt verrückt geworden? Gewiß kann man über alle Dinge verschiedener Meinung sein. Für mich jedenfalls hat der Standpunkt von Prof. Dr. Buteyko einen tausendfach höheren Stellenwert als der von Frau Rodrigues.

Ein besonderes Argument haben Liebhaber des Hormon-Yoga stets auf den Lippen: »Wenn eine über 85-jährige Frau wie Dinah Rodrigues dermaßen jugendlich aussieht, ist das ein Beweis für ihren Yoga!« Nun, es gibt viele Frauen, die jünger aussehen als es gewöhnlich ihrem Alter entspricht – und sie haben in ihrem Leben nicht eine Minute Yoga praktiziert. Und es gibt viele Frauen, deren Kinderwunsch in Erfüllung geht, die Regelstörungen aller Art, Wechseljahrbeschwerden und andere Frauenleiden in den Griff bekommen und einem gesunden Alter entgegensehen – durch tägliche Praxis des »normalen« Hatha-Yoga. Nicht alles Neue ist automatisch besser als das Alte. Der Hormon-Yoga beweist es.

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Die »5 Tibeter«

Es wird des öfteren im Unterricht oder am Telefon gefragt, ob ich die sog. 5 Tibeter unterrichten würde. Die Antwort muß lauten: ja und nein.

Ja: Weil vier von fünf Tibeter typische Übungen des Hatha-Yoga sind, wobei ich eine von diesen vier für schädlich halte, eine zweite für tolerierbar; die anderen zwei sind in Ordnung, eine korrekte Ausführung vorausgesetzt (die letzte Bemerkung gilt auch für den angeblich 6. Tibeter, welche ebenfalls eine indische Yogaübung ist).

Nein: Weil es mir peinlich wäre, die Tibeter als System zu unterrichten, da sie kein System sind, sondern das Fantasieprodukt geschäftstüchtiger Menschen. Fantasieprodukt = Es genügt zu sagen, daß kein Mensch in Tibet  die 5 Tibeter kennt. Geschäftstüchtig = Zitat: »Die Namen ›Tibeter‹ und Fünf ›Tibeter‹ sind urheber- bzw. markenrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Fünf ›Tibeter‹ Dachverbandes verwendet werden. Daher können die Fünf ›Tibeter‹ nur von unseren lizenzierten Trainern, die Mitglied in unserem Dachverband sind genutzt und weitervermittelt werden.«

Vor allem auf den letzten Punkt kommt es an. Konkret: Wer die 5 Tibeter gut findet, mag sie praktizieren, jeder ist seines Glückes Schmied. Wer glauben will, daß diese Übungen aus einem geheimnisvollen tibetischen Kloster stammen, der soll das glauben; die Gedanken sind frei. Wer solch komische Behauptungen für bare Münze nimmt, daß nach einiger Zeit der Übung aus grau-weißen Haaren wieder rabenschwarze werden, der möge daran festhalten; für Versprechungen jeder Art von Wunder sind wir alle empfänglich. Wer glauben will, daß in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts der Abt eines tibetischen Klosters ausgerechnet einem englischen Offizier das Geheimnis eines langen Lebens mit auf den Weg gegeben hat, der mag dieses Märchen glauben; er glaubt ja auch an die Existenz von Shangri-La und an andere Hollywood-Produkte. Weiter: Der englische Colonel erzählt die Geschichte einem Amerikaner (Peter Kelder); dieser wiederum verfaßt ein Büchlein (The eye of Revelation) und stellt die Übungen vor: in Ordnung, selbst wenn weniger Gutgläubige besagten Colonel als Fantasieperson ansehen und sogar die Existenz eines Peter Kelder anzweifeln.

Was dagegen nicht in Ordnung ist, das sind die Ereignisse einige Jahrzehnte später (1989) – die »Wiederentdeckung« von Kelders Buch durch einen deutschen Verleger. Man könnte sagen: Wie schön; ein Idealist entdeckt eine vergessene gute Sache (angenommen, alles ist so wie behauptet), will der Menschheit einen Dienst erweisen und stellt das »tibetische« Wissen selbstlos zur Verfügung. Nun, Tibeter würden das tun. Eine westliche, das Geld anbetende Welt kümmert das wenig. Bei den 5 Tibetern stehen wir heute vor dem Zeichen ®. Niemand war so dreist, dem traditionellen Hatha-Yoga ein Markenzeichen anzuhängen; mit »tibetischem Geheimwissen« aber kann man das machen. Dies ist für mich der klarste Beweis, daß es bei den 5 Tibetern schlicht um ein Geschäftsmodell geht.

Erneut sei zitiert: »Die Namen ›Tibeter‹® und Fünf ›Tibeter‹® sind urheber- bzw. markenrechtlich geschützt und dürfen nur mit Genehmigung des Fünf ›Tibeter‹® Dachverbandes verwendet werden. Daher können die Fünf ›Tibeter‹® nur von unseren lizenzierten Trainern, die Mitglied in unserem Dachverband sind genutzt und weitervermittelt werden. Die Lizenz und das Zertifikat haben eine Gültigkeit von 3 Jahren und werden nach Ablauf durch einen Qualifikationsnachweis erneuert. Wir weisen darauf hin, dass eine widerrechtliche Nutzung der Marke Fünf ›Tibeter‹® von unserer Rechtsabteilung abgemahnt wird, was mit erheblichen Kosten verbunden ist.«

Keine Bange. Weder bin ich bereit, 1500–2000 Euro für die Vermittlung von fünf (!) Übungen des indischen (!) Yoga zu bezahlen noch halte ich es für sinnvoll, diese Übungen zu lehren, denn es wäre mir, wie erwähnt, peinlich.

Peinlich, weil das Gerede von der Wirkung der 5 »tibetischen« Übungen auf die Chakras nur esoterisches Wunschdenken ist (siehe hier); peinlich, weil man die versprochenen »einzigartigen« körperlichen Wirkungen der 5 »tibetischen« Übungen auch mit jeder anderen Übung des Hatha-Yoga und mit simpler sportlicher Betätigung erreicht; peinlich, weil ich die Lizensierung uralter indischer Übungen (so stammt die 5. Übung aus dem Sonnengruß) als unanständig empfinde.

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Wahnsinn Hirntod

Als Anhänger der Yoga-Lehre bin ich natürlich ein Gegner der Organspende. Ich werde aber nicht auf das Thema »Organspende – nein« eingehen, denn es gibt erstens viele fachkundige Menschen, die sich damit beschäftigen und unerschrocken ihre Meinung kundtun, und zweitens glaube ich, daß gegen die Wucht der medizinisch-politischen Propaganda momentan kein Kraut gewachsen ist; der Lobbyismus ist zu stark, und wie man an der Bevölkerung sieht, hat die Gehirnwäsche funktioniert. Obwohl ich das Engagement der oben genannten tapferen Personen bewundere, bin ich pessimistisch.

Nicht schweigen will ich, wenn mit Verweis auf unsere »Wissenschaft« behauptet wird, daß man einem Menschen Organe entnehmen darf, sobald sein Hirntod festgestellt wurde.

Der Hirntod hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Er ist eine eiskalte juristische Spitzfindigkeit, und daß sich die Naturwissenschaft vor diesen Karren spannen läßt ist einer der vielen Beweise für die erschreckende Verblödung unserer angeblich aufgeklärten Gesellschaft.

Ein hirntoter Mensch ist nicht tot. Seit ewigen Zeiten gilt: Tot ist ein Mensch, wenn die Lebenskraft, die Seele den Körper verlassen hat. Ein Körper ohne Seele ist ein kalter Leichnam. Die Organe eines Toten sind von der ersten Sekunde an im Zustand der Verwesung und für eine Transplantation nicht mehr zu gebrauchen.

Ein Hirntoter ist ein Sterbender. Seit wann ist es legal, einen Sterbenden auf derart brutale Weise zu töten wie es bei einer Organentnahme der Fall ist? In den alten Schriften aus dem asiatischen Raum (Âyurveda, Yoga, Hinduismus, Buddhismus, Taoismus) wird ausführlich geschildert, wie ein Sterbender »geordnet« von dieser Welt gehen soll, damit die Seele (die Lebenskraft, das Bewußtsein) problemlos, ungestört und friedvoll auf die Reise zur nächsten Inkarnation gehen kann. Von solcher Weisheit ist der atheistische Westen weiter entfernt als je zuvor. Und ausgerechnet im Westen spricht man von Humanismus, ohne daß jemand vor Scham rot im Gesicht wird. Übelste Propaganda zum Zwecke materiellen Gewinns (eine einzige Herztransplantation kostet rund 170.000 Euro, DAK-Magazin 4/2013).

Ein Toter hat keine lebendigen Organe. Das versteht jedes Kind, aber nicht mehr jeder Erwachsene, seltsam. Gemäß der heutigen, vor Intelligenz platzenden Wissenschaft gibt es keine Seele; der Körper ist eine Maschine und ein potentielles Ersatzteillager. Dunkelste Verblendung einer wahnsinnig werdenden Gesellschaft.

Gehirn ist gleich Geist = das ist das Dogma der Naturwissenschaft, aber was hat diese mit dem wahren Wissen zu tun? Das Bewußtsein arbeitet auch im Gehirn, ist aber nicht das Gehirn. Sind ein Radiogerät und der darin arbeitende elektrische Strom dasselbe? Kein noch so feines Instrument vermag die subtilen Vorgänge im Geist-Körper-Organismus zu messen. Gibt es deswegen diese subtilen Dinge nicht? Mittags sind keine Sterne am Himmel zu sehen. Gibt es diese Sterne also nicht? Törichter Stolz der Wissenschaft.

Zwei Zitate aus der (zeitweise blockierten und aktuell nicht mehr existierenden) Webseite www.organosprotection.com:

»… kommt es in 3/4 aller Fälle während der Organentnahme zu Abwehrbewegungen. Zur Verhinderung werden die Patienten daher vorher am OP-Tisch festgeschnallt und die Muskeln zur Verhinderung von Muskelbewegungen medikamentös ruhig gestellt. Danach beginnt die Entnahme der Organe, Sehnen, Knochen, Augen, etc. Für den jetzt noch lebenden Patienten beginnt nun ein Martyrium, das bis zu 4 Stunden andauern kann. Danach ist der Patient tot.«

»Während der Organentnahme lebt der Mensch, sein Zellstoffwechsel und sein Unterbewußtsein funktionieren. Vor der Entnahme steigen häufig Herzfrequenz und Blutdruck, Streßhormone werden ausgeschüttet. Manche stoßen sogar Laute aus oder bäumen sich auf. Es finden Reaktionen statt, die auf eine Wahrnehmung des Betroffenen schließen lassen. Um auszuschließen, daß die Person während der Organentnahme Schmerzen empfindet oder plötzliche Bewegungen vollführt, werden Schmerzmittel, Muskelrelaxanzien und Narkosemittel gegeben. Der Tod tritt erst auf dem OP-Tisch ein, nach der Entnahme des Herzens.«

Beim Lesen dieser Zeilen erschauert man. Mit welchem Recht regen wir »aufgeklärte Wissende« uns über die Gräuel in irgendwelchen Gegenden der Welt auf? Warum herrscht keine Einigkeit darüber, was im Namen des Fortschritts in vielen Operationssälen geschieht? Warum wird die als »Wissenschaft« verkleidete Propaganda nicht durchschaut? Die Verdrehung der einfachsten Begriffe war erfolgreich; aus tiefster Barbarei wird »ein Akt der Nächstenliebe«. Und derartiges müssen wir uns sogar von Vertretern der christlichen Kirchen anhören.

Unfaßbar. Ich muß gestehen, daß mich der Satz »… für den noch lebenden Patienten beginnt nun ein Martyrium, das bis zu 4 Stunden andauern kann« bis ins Mark getroffen hat.

Um ein Vorurteil von vornherein zu entkräften: Ich bin weder Organ-Spender noch selbstverständlich Organ-Empfänger. Siehe unten Punkt 3.

Wenn eingewendet wird »wo ist das Problem, es gilt doch nur eine Widerspruchserklärung abzugeben!« ist zu erwidern:

Einer Organentnahme mag man zustimmen; daß man ihr ausdrücklich widersprechen muß ist ein Skandal. Wo mag das noch hinführen? Die EU-Kommission preist in Sachen Organspende Spanien als Vorbild, dabei sind dort Organentnahmen bereits nach einem Herzstillstand (!) erlaubt (mittlerweile auch mehrmals in Frankreich geschehen). Und die Tendenz ist: In immer mehr Ländern wird man → automatisch zum Organspender → ohne Widerspruchsrecht der Angehörigen. Siehe hier.

Noch einmal: dunkelste Verblendung einer wahnsinnig werdenden Gesellschaft. Möge Gott uns allen gnädig sein!

PSoff topic
Der SPIEGEL, 23. Nov. 2019, Titelseite: »Sterben? Ohne mich. Forscher können erstmals das Altern aufhalten – und sogar umkehren.« In den Upanishaden, den ältesten Weisheitsbüchern Indiens, nähern sich Schüler den Erleuchteten mit den Fragen: Warum wird ein Mensch geboren? Warum stirbt er? Und sie erhalten Antwort. Dreitausend Jahre später entblöden sich »fortschrittliche« Verblendete nicht, ein Grundgesetz der Existenz auflösen zu wollen. Im Artikel liest man die bodenlose Aussage: »Unsterblichkeit? Warum nicht?« Einsteins berühmter Spruch sei hier umgedeutet: »Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die Dummheit der Wissenschaftler, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.« Ich schreibe »Wissenschaftler« nur noch in Anführungszeichen. Was ist das für eine Wissenschaft? In vorchristlicher Zeit war der menschliche Geist unendlich viel weiter als heute. Wir Größenwahnsinnige jedoch bezeichnen uns als aufgeklärt und schauen mitleidig lächelnd auf »das obsolete Alte«. Von den Dummköpfen namens Journalisten in irgendwelchen Verlagshäusern, die eine solche Desinformation
auch noch unters Volk bringen sei jetzt besser nichts weiteres gesagt.

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Organtransplantation ist keine Nächstenliebe

Organtransplantation ist keine Nächstenliebe
Einleitender Satz der umfangreichen, höchst empfehlenswerten Webseite: »Hier erfahren Sie, was in den großen Medien und bei staatlichen und kirchlichen Kampagnen für Organtransplantation gezielt verschwiegen wird; was auch in den Talk-Shows im Fernsehen in der Regel ignoriert wird und wovon die regierenden Politiker nichts wissen wollen.«

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Die drei Gunas in weltlicher Hinsicht

Eine kurze, aber ausreichende Beschreibung der drei Gunas findet man hier.

An dieser Stelle sei auf das Spirituelle nicht weiter eingegangen. Betont werden soll, welches Guna heute in der komplett gehirngewaschenen Gesellschaft vorherrscht, in den Köpfen unserer »Volksvertreter«, im  Geist der Medienzaren, der Wirtschaftsbosse und derjenigen, die uns »wirklich regieren«, um so eine Verbindung zu schaffen zum nächsten Artikel, »Der Untergang der Gesellschaft«.

Manipulation ist so alt wie die Menschheit, aber nie war sie so schlimm wie heutzutage. Neunzig Prozent allen »Wissens« welches man uns einflüstert sind eine gezielte Desinformation. Hätten wir genügend Zeit und Energie, um den Wahrheitsgehalt der Nachrichten zu überprüfen, würde sich uns Erschreckendes enthüllen: Wir unterliegen von morgens bis abends einer pausenlosen Propaganda durch politische, wirtschaftliche, medizinische, kulturelle und religiöse Interessengemeinschaften. Sie  sorgen für eine ununterbrochene massive Desinformation. Die privaten Medien untergraben die Kultur der Menschen, die öffentlich-rechtlichen Medien sind ein Sprachrohr der Mächtigen, ohne eine Spur von Wahrheit. Die moderne »zivilisierte, aufgeklärte« Ära ist die Zeit einzigartiger Lügen, Manipulationen, Verdrehungen und Gehirnwäschen.

Zum Lügen aber gehören immer zwei Seiten: der Lügner und jener, der die Lüge glaubt. Damit sind wir beim Guna der Bevölkerung. Wir befinden uns heute im schwärzesten Tamas (»Finsternis, Verblendung, Dumpfheit, Ignoranz«). Es könnten hier zehntausend Beispiele für diese Behauptung aufgezählt werden, doch wenige sollten reichen, um die Sache auf den Punkt zu bringen.

Nach Abschaffung des Abtreibungsverbotes in Irland feierten tausende junger Frauen »freudestrahlend, Tränen in den Augen« auf den Straßen mit Plakaten wie »pro-woman, pro-baby (!), pro-life« (!) … Die deutsche Presse schrieb: »Ein großer Sieg für Menschlichkeit und Mitgefühl.« Gibt es ein noch groteskeres Beispiel für den Wahnsinn der heutigen Gesellschaft, für die Umkehrung der Werte?

Die Römer »brachten die Zivilisation in die Alte Welt«. Dabei steht »Rom« für tiefste Barbarei, für Zerstörung, Blutvergießen, Sklaverei. Was man den Schülern im Geschichtsunterricht beibringt ist ein peinliches Märchen, wie so vieles andere auch.

Das Christentum ist »die Religion der Liebe«. Ja, theoretisch. Abermillionen von Toten, Verfolgten, Unterdrückten, Gefolterten und Verbrannten singen dagegen ein anderes Lied. Man denke nur an die Tragödien in Südamerika, an die Atrozitäten der katholischen Spanier und Portugiesen. Die Zahl der Toten weltweit, welche die katholische Kirche auf dem Gewissen hat, übersteigt jedes Vorstellungsvermögen. Das Christentum gehört zu den monotheistischen Religionen. Sämtliches Leid und Elend der Religionen gründet im Monotheismus.

Die Moslems in Indien »bestachen durch größte Toleranz«. Reine Propaganda, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat. Die Wahrheit ist: Während der islamischen Eroberung Indiens wurden über 80 (achtzig) Millionen Hindus massakriert. Dem – von den Moslems – positiv hervorgehobenen Mogulkaiser Akbar, der Zeit seines Lebens Krieg führte hat es gefallen, nach dem Sieg über die Stadt Chittorgarh 40.000 Einwohner – Männer, Frauen und Kinder – abschlachten zu lassen, nur weil diese die Frechheit  besaßen, sich nicht sofort ergeben zu haben. So jemand wird »Akbar der Große« genannt – eine Hohn, eine Verspottung der Hindus bis auf den heutigen Tag.

Neunzehn mit Teppichmessern bewaffnete Araber überwanden in unfaßbarer Problemlosigkeit den bestüberwachen Luftraum der Erde und brachten mit zwei (!) Flugzeugen drei (!) Hochhäuser zum Einsturz.

Das für alles Leben essentielle CO2 ist »ein gefährliches Gas«, welches »die Erde zum Kochen bringt«.

So könnte man endlos fortfahren.

Erneut: Neunzig Prozent dessen was man uns erzählt ist eine einzige große Lüge. Und warum werden von der Bevölkerung die uns nahegelegten »Fakten« (das Lieblingswort jener, die alles ins Gegenteil verkehren) nicht als eiskalter Schwindel entlarvt? Weil das verderbliche Tamas sich wie eine Decke über die Erde gelegt hat.

Die Feststellung des Journalisten John Swinton 1883 im Twilight Club von New York zur angeblichen Unabhängigkeit der Presse gilt Wort für Wort auch für den Medien-Abschaum von heute:

»So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, außer in abgelegenen Kleinstädten auf dem Land. Ihr seid alle Sklaven. Ihr wißt es und ich weiß es. Nicht ein einziger von euch wagt es, eine ehrliche Meinung auszudrücken. Wenn ihr sie zum Ausdruck brächtet würdet ihr schon im Voraus wissen, daß sie niemals im Druck erscheinen würde. Ich bekomme 150 Dollar dafür bezahlt daß ich ehrliche Meinungen aus der Zeitung heraushalte, mit der ich verbunden bin. Andere von euch bekommen ähnliche Gehälter um ähnliche Dinge zu tun. Wenn ich erlauben würde daß in einer Ausgabe meiner Zeitung ehrliche Meinungen abgedruckt würden, wäre ich vor Ablauf von 24 Stunden wie Othello: Meine Anstellung wäre weg. Derjenige, der so verrückt wäre ehrliche Meinungen zu schreiben, wäre auf der Straße um einen neuen Job zu suchen. Das Geschäft des Journalisten in New York ist es, die Wahrheit zu verdrehen, unverblümt  zu lügen, sie zu pervertieren, zu schmähen, zu Füßen des Mammon zu katzbuckeln und das eigene Land und Volk für sein tägliches Brot zu verkaufen, oder, was dasselbe ist, für sein Gehalt. Ihr wißt es und ich weiß es. Was für ein Unsinn, einen Toast auf die ‚Unabhängigkeit der Presse‘ auszubringen! Wir sind Werkzeuge und Dienstleute reicher Männer hinter der Bühne. Wir sind Hampelmänner. Sie ziehen die Fäden und wir tanzen. Unsere Zeit, unsere Fähigkeiten, unser Leben, unsere Möglichkeiten sind alle das Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte.«

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Den Gedanken folgen die Taten: der Untergang der Gesellschaft

Auszug aus diesem Buch: »[…] Dieser Anschauung liegt zugrunde daß Gedanken Kräfte sind, die sich zu dem konkretisieren was »die Wirklichkeit« genannt wird. Jeder unserer Handlungen geht ein Gedanke voraus; die Handlung selbst hinterläßt im Gedächtnisspeicher einen subtilen Eindruck. Der Eindruck wird wieder zum Gedanken, und der Gedanke erzeugt eine neue Handlung – ein ewiger Kreislauf, in dem nichts verlorengeht. Gemäß dem universalen Gesetz des Karmas bewirkt Gleiches immer Gleiches. Die Folgen guter Gedanken und Handlungen sind Glück, Gesundheit, Wohlstand, Freude; schlechte Gedanken und Handlungen bringen Unglück, Krankheit, Armut, Leid hervor. Alle lebensbestimmenden Faktoren eines Menschen wie Ort und Umstände der Geburt, Umwelt, körperliche Verfassung, geistige Neigungen sind demnach das Ergebnis seines Karmas; und der ihm auf diese Weise vorgezeichnete Weg mit Vor- und Nachteilen, Rechten und Pflichten ist sein individueller, eigener Dharma.«

Karma und Dharma halten viele Menschen für Begriffe aus dem Religiösen, deswegen sei die Sache an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt. Fest steht jedenfalls daß eine Gesellschaft, die den Gedanken des Dharma vergessen hat, dem Untergang geweiht ist. Heute zählen nur drei Dinge: Geld, Macht, Genuß der Sinne (so steht es in der göttlichen Bhagavad-Gîtâ, »Sinnenrausch und Macht«). Im folgenden soll versucht werden kurz darzulegen, welche Folgen die Gedanken haben werden, die in den Köpfen der Mehrheit sind.

Noch einmal die Essenz: Bei allem was »real« ist existiert zuerst die Vorstellung davon. Aus einem Wunsch wird ein Gedanke, aus dem Gedanken wird über kurz oder lang eine Handlung, eine Tat, eine Situation. Aus diesem Grunde ermahnen uns die Weisen: Erwäge genau, was du dir wünschst und welche Gedanken in deinem Geist sind, denn »so wie man denkt, so wird man – das ist das ewige Geheimnis!«

chittam eva hi samsâram tat prayatnena shodayet |
yach chittas tanmayo bhavati guhyam etat sanâtanam ||

[Maitrî-Upanishad VI.34.3]

»Der eigene Geist, wahrlich, ist der Samsâra; ihn zu reinigen soll man sich bemühen. So wie man denkt, so wird man – das ist das ewige Geheimnis!«

Samsâra bedeutet Kreislauf (der Geburten und Tode) und kann insgesamt als Leiden wiedergegeben werden.

Die Maitrî-Upanishad ist eine spirituelle Schrift. Spirituelles und Weltliches ist aber nicht zu trennen. Dies ist der Standpunkt des Ur-Yoga, während man im degenerierten modernen Yoga nicht mehr so denkt. Gleiches gilt für den folgenden Satz von Shrî Swâmî Nârâyanânanda. Man mag sagen, er ist nur spirituell gemeint, die Ethik und Moral betreffend. Bei genauerer Überlegung wird man zu dem Schluß kommen, daß er alles beinhaltet, auch die handfesten gesellschaftlichen Zustände. Der epochale Satz lautet:

»Anstelle von Geisteskontrolle und Selbstdisziplin ist die moderne Gesellschaft verrückt nach Sinnenfreuden und von Lust versklavt. Diese Ansteckung breitet sich rasch auf der ganzen Welt aus, um die Menschheit und ihr gesamtes Kultur- und Wertegebäude zu zerstören. Darum hütet euch!«

Dieser Satz ist keine Drohung, er sagt nicht etwas Unvermeidliches, denn am Ende heißt es: »Darum hütet euch!« Ändert euer Denken, dann ändern sich auch die äußeren Zustände!

Betrachtet man allerdings »das Denken« heutzutage, dann gibt es wenig Anlaß zu Optimismus. Das Ganze läßt sich schnell und einfach mit der Erkenntnis eines forensischen Psychiaters aus den USA zusammenfassen. Das Buch von Dr. Lyle H. Rossiter Jr. trägt den Titel The Liberal Mind; The Psychological Causes of Political Madness und ist von vielen deutschen Internetbloggern wiedergegeben worden mit der primitiven Aussage »Gutmenschen sind wahnsinnig«. Diese Verzerrung ist in ihrer Einseitigkeit eines seriösen Psychiaters unwürdig. Ein linksliberaler Geist ist mehr als nur ein Gutmensch. Dr. Rossiter hat in aller Kürze umfassend beschrieben, welche Geisteshaltung seit längerer Zeit vorherrscht. Ich übersetze aus dem englischen Original (das Buch ist mittlerweile auch auf Deutsch erhältlich):

»Der liberale Geist ist die erste eingehende Untersuchung des großen politischen Wahnsinns unserer Zeit: Die Bemühungen der radikalen Linken, die Menschen von der Wiege bis zur Bahre zu regulieren. Um uns aus unserem sorgenschweren Leben zu befreien, empfiehlt die liberale Agenda die Verweigerung der persönlichen Verantwortung, ermutigt Selbstmitleid und anderes Mitleid, fördert die Abhängigkeit von der Regierung, fördert den sexuellen Genuß, rationalisiert Gewalt, entschuldigt finanzielle Verpflichtungen, rechtfertigt Diebstahl, ignoriert Grobheit, verordnet Beschwerdeführung und Schuldzuweisung, verunglimpft Ehe und Familie, legalisiert die Abtreibung, setzt sich über religiöse und soziale Traditionen hinweg, erklärt Ungleichheit für ungerecht und rebelliert gegen die Pflichten der Staatsbürgerschaft. Durch vielfache Ansprüche auf unverdiente Güter, Dienstleistungen und sozialen Status verspricht der liberale Politiker, das materielle Wohlergehen aller sicherzustellen, für die Gesundheitsversorgung aller zu sorgen, das Selbstwertgefühl aller zu schützen, die sozialen und politischen Nachteile aller zu korrigieren, jeden Bürger zu erziehen und alle Klassenunterschiede zu beseitigen. Der radikale Liberalismus greift also die Grundlagen der zivilisierten Freiheit an. Angesichts seiner irrationalen Ziele, Zwangsmethoden und historischen Mißerfolge und seiner perversen Auswirkungen auf die Charakterentwicklung kann es keine Zweifel am Wahnsinn der radikalen Agenda geben. […]«

Der unvoreingenommene Leser wird zustimmen, daß die Folgen eines solchen Denkens sich nicht nur auf das Ethisch-Moralische, sondern zwangsläufig auch auf das Gesellschaftlich-Politische auswirken werden, und zwar in negativstem Sinne:

Zerstörung der Traditionen und Ordnungen • Zerstörung der Kultur • Schwächung der Religionen • Zerstörung von Leitbildern und Idealen • Zerstörung der Toleranz mittels politischer Korrektheit (Meinungsdiktatur) • allgemeine Schwächung des Charakters • antiautoritäre Pädagogik • Sexualisierung der Gesellschaft • Zerstörung des natürlichen Elitedenkens (Gleichheitsdogma) • Abschaffung der naturgegebenen Geschlechtsrollenunterschiede zwischen Mann und Frau • Homosexualisierung der Gesellschaft • Schwächung der Familie (in allen Kulturen Träger der Gesellschaft) • Schwächung der Verteidigungskraft eines Landes • Zerstörung der Nationalstaaten, Auflösung der Völker durch Förderung von Immigration und Multikulturalismus.

All dies wird uns verkauft als »Zivilisation, Fortschritt, Humanismus«. Dabei ist es nichts anderes als die Umkehrung aller Werte. Die meisten Menschen glauben einer solchen Gehirnwäsche. Wie hieß es bei George Orwell (»1984«)?

»Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke.«

Die aktuellste Perversion (September 2020) lautet: »Impfen ist Liebe.«

Noch schlimmer ist der Spruch von Bayern-Diktator Söder (Oktober 2020): »Die Maske wird zu einem Symbol der Freiheit.« Unfaßbar. Im Internet schreibt jemand dazu: »Das ist die Verblendung im Endstadium.« Persönlich glaube ich nicht, daß es Verblendung ist. Es ist die eiskalte, bösartige Intelligenz der Dämonen.

(es geht weiter)

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Müssen Veganer fanatisch sein?

In einem Yogaforum im Internet lief eine Diskussion über Ahimsâ (»Gewaltlosigkeit, Nicht-Töten, Nicht-Verletzen«). Nun ist Ahimsâ im Yoga einer der wichtigen Punkte, aber nicht der wichtigste, wie oft behauptet wird. Denn Ahimsâ kann nur ein frommer Gedanke sein. Etwas gesunder Menschenverstand reicht aus um zu erkennen, daß es nicht möglich ist sich des Tötens zu enthalten, weil ein Lebewesen nur auf Kosten anderer Lebewesen überleben kann.

Ahimsâ ist einzig dem Erleuchteten möglich. Er ist jenseits von Gut und Böse, hat die Gegensätze überwunden. Vor dem Erreichen des Nirvâna ist nicht nur alles Reden über Ahimsâ sinnlos, sondern auch der Versuch, eine echte Gewaltlosigkeit zu praktizieren. Wollte sich ein Normalsterblicher wirklich des Tötens enthalten, dann dürfte er nicht einmal an alltägliche Dinge wie Waschen, Putzen, Kochen denken. Zur Klarheit über diese Sache verhilft die Bhagavad-Gîtâ, mit den Worten Wilhelm von Humboldts »das Tiefste und Erhabenste, was die Welt aufzuweisen hat«.

Daß ein Leben nur auf Kosten anderer Lebewesen existieren kann versteht jedes Kind. Obwohl ein kurzes Nachdenken reicht um die Tragik der Sache zu begreifen, glauben viele »Yogis«, Vegetarier seien bessere Menschen, weil sie sich des Tötens enthalten. Wie soll das gehen, gewaltlos zu leben? Wer kein Fleisch ißt brüstet sich: Ich töte keine Lebewesen. Er reißt aber ohne Erbarmen eine Möhre aus dem Boden …

Es gibt aus diesem Dilemma zwei Auswege:

1. Man teilt die Lebewesen in höhere, mittlere und niedere, mit dem »beruhigenden« Ergebnis daß es Sünde ist, »höhere« Arten wie eine Kuh zu töten, aber keine Sünde, »schädliche« Kartoffelkäfer zu vergiften oder einen Salatkopf zu zerschneiden. Das ist verständlich, aber mit Ahimsâ hat es nichts zu tun.

2. Man verinnerlicht was die Bhagavad-Gîtâ sagt: Es ist einem Menschen nicht möglich das Handeln restlos aufzugeben, solange er an den Körper gebunden ist. Alle Handlungen sind eine Mischung aus gut und schlecht, produzieren Karma (wörtlich: »Alles Tun ist von Übel umhüllt wie Feuer von Rauch«). Und solange es das Karma gibt, solange gibt es keine Erlösung. Das klingt ausweglos, aber die Gîtâ liefert die geniale Lösung des Problems.

Die Einteilung in höhere und niedere Lebewesen ist in Ordnung solange man nicht behauptet, auf diese Weise gewaltlos zu leben. Insofern sind Vegetarier näher am Ideal, weil es ein Unterschied ist, ob man mit dem Messer auf ein Kaninchen losgeht oder auf einen Salatkopf. Dennoch: Man sollte Fleischesser nicht kritisieren wenn sie sagen: das brauche ich. Mit dem Kopf schütteln sollte man dagegen wenn jemand sagt: Ich esse kein Fleisch und bin ein besserer Mensch, weil ich Ahimsâ befolge. Hier fühlen sich die Veganer sogar den Vegetariern moralisch überlegen, denn sie nehmen nichts Tierisches. Was der Rest ihres Lebens mit Ahimsâ zu tun hat wollen sie aber nicht erklären.

In einer verwandten Diskussion findet die Heuchelei einen Höhepunkt. Dort beschwert sich eine fanatische Veganerin, daß auf der Homepage des Yogaforums durch seltsame Umstände Werbung für Milchprodukte gemacht wird, und daß sie sich dagegen verwahre, da dies ein Verstoß gegen die Regel des Ahimsâ darstellt und eine Yoga-Webseite sich danach zu richten hätte. Wie man sieht, ist die Gefahr des Fanatismus nicht nur in der Politik zu finden, sondern auch auf dem Feld der Ernährung und der Religion.

Dieselbe Veganerin zitiert dann »die guten alten Zeiten« in Indien, wo die Nutztiere angeblich gut behandelt wurden, das Kalb nicht von der Kuh getrennt wurde usw. Nutztiere sind aber seit jeher schlicht Gebrauchsgegenstände, da waren die Inder keine Ausnahme. Die himmelschreienden Zustände in der heutigen Viehwirtschaft unterscheiden sich nur dadurch von der alten Zeit, daß damals sehr wenige Menschen zu ernähren waren, heute hingegen Milliarden. Es ist die Bevölkerungszahl die alles unmenschlich macht, das hat mit Kultur nichts zu tun.

Die folgenden Sätze der Veganerin zeigen, daß man einerseits etwas schönreden muß, um ein Ideal nicht zu verlieren (das Ideal des »hehren vedischen Inders«, ebenso ein leerer Traum wie das Ideal des »edlen Indianers Nordamerikas«), und wie schnell man andererseits in den Glauben abgleiten kann, ein besserer Mensch zu sein: »Die glücklich streunende Kuh mit dem Kälbchen bei Fuß aus dem alten Indien, wo ab und zu mal in geringer Menge etwas Milch abgezapft und für den menschlichen Verzehr abgezweigt wurde, ansonsten aber die Milch ganz naturgemäß dem Kälbchen zur Verfügung stand und so das Kälbchen bei der Mutter verbleiben konnte, gibt es schon seit einer kleinen Ewigkeit nicht mehr und dennoch tun gerade viele sog. Meister noch immer so, als lebten wir in längst vergangener Zeit und sie haben keinerlei Skrupel, ihren Schülern den Milchverzehr zu empfehlen.« »… wo ab und zu mal in geringer Menge etwas Milch abgezapft wurde« – wenn es nicht traurig wäre könnte man über solche Schönfärbereien lachen.

Man halte sich lieber an die Worte der großen Meister. Zum Beispiel an Swâmî Brahmânanda (ein direkter Schüler von Shrî Râmakrishna). In dem Büchlein »The Eternal Companion – Brahmananda, His Life and Teachings« treffen wir auf folgenden Gespräch:

Schüler: »Sollen wir das Fleischessen meiden, da es Töten bedingt?«

Swâmî Brahmânanda: »Unsinn! Die Buddhisten sagen: ›Nicht-Verletzen ist die höchste Tugend.‹ Was heißt das? Die Bedeutung kann nur verstehen wer den Samadhi erreicht und Gott in allen Wesen gesehen hat. Vor dem Erreichen des Samadhi ist alles Reden sinnlos. Wenn ihr Gott in der Ameise wie in euch selbst seht, dann könnt ihr diese Tugend üben. Ihr mögt über das Nicht-Töten sprechen, könnt ihr es vermeiden? Was wollt ihr essen? Kartoffeln? Pflanzt eine Kartoffel, sie bringt junge Triebe hervor. Hat die Kartoffel kein Leben? Wollt ihr Reis essen? Pflanzt ein Reiskorn in die Erde, es wächst zur Reispflanze. Ihr wollt Wasser trinken? Untersucht einen Wassertropfen unter dem Mikroskop und seht, wieviele Millionen winziger Lebewesen er enthält. Ihr müßt atmen um zu leben. Doch mit jedem Atemzug tötet ihr Millionen von Geschöpfen. Seht ihr darin irgendein Verletzen? Ihr glaubt eure Religion zu verlieren wenn ihr einen kleinen Fisch eßt. Solche Argumente sind töricht. Die alten Hindus hatten keine derartigen Vorstellungen. Es sind spätere Änderungen seitens der Buddhisten und Vaishnavas.«

Hinzugefügt sei die Bemerkung: In diesem Artikel geht es um den Vegetarismus aus ethischen Gründen, und es wird kritisiert daß Vegetarier (von den Veganern nicht zu sprechen) sich als bessere Menschen fühlen. Sogar unter Nicht-Vegetariern findet man die törichte Haltung der Überlegenheit. Um ein Beispiel zu nennen: Viele bezeichnen das von Juden und Moslems praktizierte Schächten als barbarisch; sie selber finden aber nichts dabei, Hummer in kochendes Wasser zu werfen, verdrängend, welche Höllenqualen diese armen Geschöpfe erleiden müssen. Die Welt ist in der Tat, wie es im Christentum heißt, ein Jammertal. Oder, mit den Worten des großen Patañjali: »Für den Unterscheidenden ist alles nur Leid.«

Ein anderes Thema ist der Vegetarismus aus gesundheitlichen Gründen. 99 Prozent der Bevölkerung kaufen das Fleisch aus der Massentierhaltung, weil es billig ist. Die Propaganda ihrer Interessenvertreter sollte nicht ankommen. Das Fleisch gequälter, widernatürlich gehaltener und daher mit Medikamenten vollgestopfter Tiere kann nicht gesund sein. Die von biologischen Höfen angebotene Ware ist gesundheitlich unbedenklich.

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OM ist nicht AUM

Ich habe in den Heilwirkungen darauf hingewiesen, daß sich durch ein Phänomen namens »mangelnde Sorgfalt« im Hatha-Yoga Dinge vermischt haben, die nicht zusammengehören, genauer: daß viele der heute hochgelobten Âsanas überhaupt nichts mit Gesundheit zu tun haben, sondern aus dem sogenannten Zirkus-Yoga stammen. 3000 Jahre sind eine lange Zeit, und es sind, um es nochmal zu sagen, die mangelnde Sorgfalt, aber auch einfach nur die pragmatische Natur der Menschen, die für Degenerationserscheinungen im Hatha-Yoga und überhaupt auf allen möglichen Gebieten verantwortlich sind.

Ein anderer Fall eignet sich gut als Beispiel für mangelnde Sorgfalt. Im Grunde belanglos, da der Meister selbst nichts gegen die Verhunzung seines Namens einzuwenden hatte, dennoch: Der weltweit als »Neem Karoli Baba« Verehrte hieß »Nîb Karorî Bâbâ«, »der Heilige aus (dem nordindischen Dorf) Nîb Karorî«. Fragt man nach der Übersetzung von »Neem Karoli«, erntet man Schweigen; kein Wunder, denn dies hat nun einmal keine Bedeutung. Wohingegen »der Bâbâ aus Nîb Karorî« eindeutig ist. Und genau so unterschrieb der Weise eigenhändig eine Nachricht auf einem Zettel, der bis heute in seinem Ashram zu sehen ist. Die Frage bleibt, wer für die Verhunzung des Namens verantwortlich zeichnet; viele sagen, es waren die ersten amerikanischen Schüler; andere wiederum, »das habe sich in Indien irgendwann einfach so ergeben«. Ich glaube das erste.

Da die Schrift unter dem Bild kaum lesbar ist, sei zitiert: »Dies ist das Dorf, in dem Maharaji seinen heutigen volkstümlichen Namen ›Nib Karori Baba‹ (auch ›Neeb Karori Baba‹ geschrieben) und die im Westen populärere Aussprachevariante ›Neem Karoli Baba‹ erhielt.«

Zum Thema »OM ist nicht AUM«. Es liegt erneut an der mangelnden indischen Sorgfalt, daß »die Eine Silbe« (OM) zum zweisilbigen AUM wurde. Heutzutage ist für die ganze Welt klar: OM ist A-U-M. Und trotzdem ist es nicht korrekt. Nun gibt es auch in Indien noch Traditionalisten. Zu ihnen gehört der vedische Gelehrte Sri K. Suresh (siehe seine Webseite, »die Quelle für authentische vedische Gesänge«), der sich für die Genauigkeit der Rezitationen alter Texte einsetzt. In einem seiner Videos geht es speziell um das OM, siehe:

In keinem vedischen Text gibt es «AUM»!

Um ein Mißverständnis zu vermeiden:

Bis jetzt war die Rede von der → Aussprache. Und es gibt tatsächlich jede Menge »Yogis«, »Meister« und andere Fachleute, welche klar die Rezitation »AAA-UUU-MMMMMM …« empfehlen – aufgrund der philosophischen Deutungen. Für Sri K. Suresh und andere ist das Unsinn. Der Diphtong au wird seit ewigen Zeiten als o ausgesprochen.

Betrachtet man das OM → philosophisch/theologisch, dann kommt das A-U-M zum Tragen.Wobei es eine offene Frage bleibt, wie weit indische Gelehrsamkeit gehen kann, ohne daß es absonderlich wird. In den Heilwirkungen ist dazu bemerkt: »Der indische Geist hat auf vielen Gebieten höchste Gipfel erklommen, seien es die Religion, die Philosophie, Musik, Tanzkunst, Medizin … Kein anderes Volk hat gleichzeitig im Überschwang der Talente und Fähigkeiten, im Streben nach Perfektion auf diesen Gebieten so viel Kompliziertes und Überflüssiges hervorgebracht. Niemand ist frei vom Bestreben eine Kunst nur um ihrer selbst willen zu pflegen, aber ›die Systematisierungssucht der Inder‹, hat mancher Indologe geklagt, ist ohne Beispiel.«

Noch nachvollziehbar ist die Feststellung des Nâda-Yoga (»Klang-Yoga«), wenn da gesagt wird:

Das »A« kommt aus der Kehle und ist als Vibration in der Nabelgegend zu spüren. Das »U« rollt über die Zunge und ist als Vibration in der Brust zu spüren. Das »M« ist ein Lippen- und Nasallaut und vibriert im Schädel.

Alles andere jedoch betrachte ich als eine (Kopf)geburt indischer Gelehrsamkeit. Beispiele:

Die Bauchschwingung »A« symbolisiert die Schöpfung. Die Vibration im Brustkorb »U« steht für die Erhaltung; die Kopfschwingung »M« bedeutet Zerstörung oder Auflösung.

Daher ist »A« = Brahma; »U« = Vishnu; »M« = Shiva.

AUM symbolisiert die drei Bewußtseinszustände: »A« entspricht dem Wachzustand (jâgrata); »U« dem Traumzustand (svapna); »M« dem traumlosen Tiefschlaf (sushupti). Die Stille nach dem Verklingen des AUM symbolisiert dann den vierten Zustand (turîya) der höchsten Wirklichkeit.

»A« = Rajo-Guna (Leidenschaft, Aktivität, Geburt, Dynamik); »U« = Sattva-Guna (Klarheit, Licht, Harmonie); »M« = Tamo-Guna (Dunkelheit, Tod, Passivität, der Unwissenheit des Tiefschlafs entsprechend).

So wie sich die drei Teile des AUM auf die Zustände des Wachens, des Traums und des Tiefschlafs beziehen und auf die drei Gunas (Rajas, Sattva, Tamas), ebenso stehen sie für die drei Ebenen der Existenz, nämlich Himmel (svarga), Erde (martya) und Unter- oder Zwischenwelt (pâtâla).

Ich kann all dem nicht folgen. Bereits die Formulierungen »symbolisiert«, »entspricht«, »steht für ...« zeigen, daß vieles reine Spekulation ist.

Was die Aussprache betrifft, ist für mich einzig die Grundlogik von Belang: eka = eins; akshara = Silbe.

»OM ity ekâksharam brahma – OM, das einsilbige (Symbol des) Brahman …« → Bhagavad-Gîtâ VIII.13

»girâm asmy ekam aksharam – von den Worten bin Ich die Eine Silbe (OM) …« → Bhagavad-Gîtâ X.25

Es gibt eine kleinere Schrift aus dem Schwarzen Yajurveda, genannt Ekâkshara-Upanishad. Sie handelt vom einsilbigen (eka-akshara) Mantra OM.

Wenn man vom Ekâkshara-Mantra spricht, ist stets das OM gemeint. OM hat nur eine Silbe.

Daher noch einmal Sri K. Sureshs Anmerkung (Bild oben): »Manche Menschen chanten OM als AUM (zwei Silben). Aber in allen Veden wird es nur als OM ausgesprochen (eine Silbe).«

Im übrigen:

Vor der Schöpfung existiert die Prâna-Shakti im Zustand ausgeglichener Energie. Dann beginnt sie sich zu bewegen. Daher wird die erste kosmische Schwingung Shabdabrahman genannt, das Klang-Brahman. Der Laut der ersten kosmischen Schwingung ist »OM«. Genauer: der ungefähre (!) Laut dieser Schwingung ist »OM« – in der groben Sprache kann er nicht so wiedergegeben werden, wie ihn der Meditierende hören wird.

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Covid-19: aus der Sicht des Yoga

März 2020

Wenn auch die für die gezielte Massenpanik und Hysterie verantwortlichen Personen der Mainstream-Medien – sie haben ihre Seele den dämonischen Mächtigen verkauft – nicht für ihre Lügen belangt werden können, so gilt dennoch auch für sie das Gesetz des Karma, wie für die Mächtigen selbst.

Geht es beim schwerstkriminellen Coronabetrug um etwas anderes als um Geld? Geld verhilft zum Genuß der Sinne, Geld bringt Macht.

In der Bhagavad-Gîtâ, dem wichtigsten Buch der Menschheit, wird das Übel auf den Punkt gebracht, es ist »der Rausch der Sinne und der Macht«.

Auf dem Weg zur Erlösung vom Leiden muß der Mensch viele schlechte Dinge überwinden. Das schwierigste ist das Aufgeben der Macht. Warum will ein Mensch Macht über andere? Das Streben nach Macht ist das unheimlichste Phänomen der menschlichen Existenz.

Die Mächtigen werden die Welt zerstören, denn »Zerstörung« ist der Inbegriff des Dämonischen (Bhagavad-Gîtâ XVI, 9). Vor der Zerstörung aber können sie die Früchte ihrer sündhaften Handlungen »genießen«. Danach kommt die universale Gerechtigkeit, das Karma.

Dazu sagt Shrî Krishna: »Diese hassenden, grausamen Unguten, die niedrigsten der Menschen, schleudere Ich im Kreislauf der Geburten und Tode wieder und wieder in dämonische Mutterschöße. In dämonischen Mutterschoß geraten, von Geburt zu Geburt verblendet, Mich so nicht erreichend, gehen sie  dann den tiefsten Weg.« (XVI, 19 + 20)

Was ist »der tiefste Weg«, den ein dämonischer Mensch zur Strafe, zur Abzahlung seiner Schuld gehen muß? Auch hier klärt die Bhagavad-Gîtâ auf: Ist ein Mensch im Tamas (Finsternis, Verblendung) dahingegangen, wird er in der Tier- und Unterwelt in dumpfen Mutterschößen wiedergeboren.  (XIV, 15)

Der Begriff »dumpfer (mûdha) Mutterschoß (yoni)« mag manchem zu nebulös sein und läßt dennoch keine Frage offen wenn man sich vergegenwärtigt, daß mûdha »dumm, töricht, betört, verwirrt, verblendet, dumpf,  betäubt, kein klares Bewußtsein habend« bedeutet. Mir erscheint »dumpf, betäubt« als die treffendste Wiedergabe. Neben dem Bereich der Tier- und Unterwelt fallen auch gewisse menschliche Seinszustände auf dem weiten Feld der Psychopathologie unter diesen Begriff.

Viele Menschen des Westens, die zwar einerseits an die Wiedergeburt glauben, lehnen andererseits – nicht selten empört – den Gedanken ab, man könne, einmal Mensch geworden, auf die Tierstufe zurückfallen. Dies gehört jedoch in der östlichen Glaubenswelt zu den Selbstverständlichkeiten.

Was in der Bhagavad-Gîtâ von Shrî Krishna in aller Kürze nur angedeutet wird, hat der Buddha deutlicher und erschreckender offenbart:

»Fünf Fährten gibt es (…): und was für welche? Den Abweg, den tierischen Schoß, das Gespensterreich, die Menschen und die Götter. Den Abweg kenne  ich, und den abwärts führenden Pfad und den abwärts führenden Wandel, durch dessen Pflege man bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, zu Verderben und Unheil gelangt, an Orte der Qual und des Jammers: diesen Weg kenne ich. Den tierischen Schoß kenne ich, und den zum tierischen Schoß führenden Pfad und den zum tierischen Schoß führenden Wandel, durch dessen Pflege man bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, zum tierischen Schoß gelangt: auch diesen Weg kenne ich. Das Gespensterreich kenne ich, und den zum Gespensterreich führenden Pfad und … Wandel … Die Menschen kenne ich, und den zur Menschenwelt führenden Pfad und … Wandel … Die Götter kenne ich, und den zur Götterwelt führenden Pfad und … Wandel, durch dessen Pflege man bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, an Orte himmlischer Freude gelangt …« [aus: Georg Grimm. Der Samsaro. Lebensweiser-Verlag 1960]

»Gleichwie, Mönche, es hier auf der indischen Erde nur wenige schöne Gärten und Wälder, Felder und Teiche gibt, aber bei weitem mehr Abhänge und Schluchten, schwer passierbare Flüsse, wilde Urwälder und unerklimmbare Höhen: Ebenso werden, Mönche, nur wenige Wesen, die als Menschen gestorben sind, unter den Menschen wiedergeboren, aber bei weitem mehr Wesen, die als Menschen gestorben sind, gelangen in einer Hölle, unter den Tieren oder im Gespensterreiche wieder zum Dasein – und es  werden, Mönche, nur wenige Wesen, die als Menschen gestorben sind, unter den Göttern wiedergeboren; aber bei weitem mehr Wesen, die als Menschen gestorben sind, gelangen in einer Hölle, unter den Tieren oder im Gespensterreiche wieder zum Dasein.« [aus: Georg Grimm. Die Lehre des Buddho. Aurum-Verlag 1988]

So unfaßbar dies klingen mag – es ist eine konsequent zu Ende gedachte Karmalehre: »Nach ihren Elementen, Mönche, vereinigen sich die Wesen, kommen sie zusammen. Solche von niedrigen Neigungen vereinigen sich mit solchen von niedrigen Neigungen, kommen mit ihnen zusammen. Solche von trefflichen Neigungen vereinigen sich mit solchen von trefflichen Neigungen, kommen mit ihnen zusammen.« [aus: Der Samsaro, siehe oben]

Ebenso folgert Shrî Krishna: »Nach oben gehen die in Sattva Stehenden; die im niedrigsten Guna Lebenden sinken hinab.«

Bei allem was gerade passiert und noch auf uns zukommt: Die Mächtigen sind stets nur kurze Zeit mächtig. Auch sie unterliegen einer höheren Macht: dem Gesetz des Karma.

Niemand kann den Auswirkungen seiner Taten entgehen.

Dies zu wissen bleibt der größte Trost.

♦ ♦ ♦

November 2020

Ein Freund sandte mir folgenden Leserbrief aus dem Internet: »Ich mußte das jetzt einfach mal los werden. Ich bin Yoga-Lehrerin und mit einem Riesen-Netzwerk verbunden. Seit einiger Zeit hat sich die Spaltung auch in der Yoga-Szene abgezeichnet. Es hat sich eine Gruppe gebildet die sich Shantifa nennt. Shanti steht im Yoga für Frieden, sie wettern gegen alles und jeden der eine andere Meinung vertritt oder mit Querdenken sympathisiert. Jetzt ist das ganze viral gegangen und es gibt eine Aktion #yogisgegenrechts. Jeder ist ein Nazi, der mit Nazis auf die Straße geht. Und fast jeder zieht mit ohne zu wissen worum es eigentlich geht! In unserem Ashram wurden viele Yoga-Lehrer entlassen weil sie eine andere Meinung hatten. Ich habe so viele Kontakte verloren. Für viele ist das gerade ein richtiger Schock. Es ist so schrecklich was da passiert!«

Interessant, eine neue Bestätigung dessen, was ich seit Jahrzehnten sage: Es gibt den majestätischen Ur-Yoga (Upanishaden, Mahâbhârata, Bhagavad-Gîtâ, Râmâyana), dieser war und ist extrem konservativ, wie kann es anders sein. Und es gibt den degenerierten westlichen Yoga, der mit der Urlehre nicht mehr viel zu tun hat. Leider ist es bei den modernen »Yogis« so wie bei den anderen Mitgliedern der gehirngewaschenen Gesellschaft: sie können und sie wollen nicht verstehen.

Weiter: Im Forum von »Yoga-Welten« findet man diese Aussage zum Thema Corona: »Wir sollten alle wach sein und nicht auf die vielen aktuell verbreiteten Fake-News zur Krise hereinfallen. Es sind insbesondere immer wieder rechte Netzwerke, die längst widerlegte Aussagen wie die des Herrn Worag (Anmerkung von H. Maldoner: siehe dazu den letzten Absatz) immer wieder wiederholen, um aus der Pandemie auf in meinen Augen ganz schäbige Weise Profit zu schlagen und zu versuchen den deutschen Rechtsstaat zu beschädigen. Der Mechanismus ist der gleiche wie beim Klimawandel. 98 % der seriösen Wissenschaft bestätigt den menschengemachten Klimawandel, 2 % leugnen ihn und diese 2 % werden immer und immer wieder von rechten Netzwerken geteilt. Also bitte Leute, laßt euch kein A für ein U vormachen, informiert euch und macht euch ein eigenes Bild. Rückzug ins Private und den Verschwörungstheoretikern und Rechtsradikalen das Feld der Meinungsmache zu überlassen ist der falsche Weg.«

Diese törichten Worte stammen ausgerechnet vom Moderator des Forums (»Larrim«). Der sich zudem noch dadurch blamiert daß er wörtlich schreibt »Aussagen wie die des Herrn Worag« – womit er beweist, daß er den richtigen Namen des Doktors (Wodarg) gar nicht kennt und deswegen mit Sicherheit keine einzige Zeile Text von ihm gelesen hat. Unanständig und peinlich. So viel zu einem Moderator, dem es in »Yoga-Welten« um Wahrheit, Licht und Liebe geht … 

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Abschließende Bemerkungen zu Coronavirus, Impfungen, Great Reset, Klimawandel

September 2022

Zu diesen Themen gab es hier seit 2019 (Klima) und 2020 (Corona) eine ausführliche Seite. Mit der Idee daß Aufklärung und Information der Weg zur Wahrheit sind. Leider konnten die Herren der Mainstream-Medien mit einer brutalen Gehirnwäsche den totalen Sieg erringen. Die Lawine ist nicht mehr aufzuhalten, man muß den Dingen ihren Lauf lassen. Logisch auch gemäß den Gesetzen des Karma. Entsprechend wurden die diesbezüglichen Artikel von der Webseite entfernt, mit Ausnahme des obigen, weil es dabei um den Yoga geht.

Abschließend stelle ich fest:

In Sinne des letzten Satzes hoffe ich auf das Wirken der guten Kräfte, zu denen ich in der Hauptsache all die unbekannten, einsam in ihren Höhlen meditierenden Yogis zähle, welche unablässig positive Gedanken zum Wohle der leidenden Menschheit aussenden. [Link, erstes Zitat]

lokâh samastâh sukhino bhavantu
OM shântih shântih shântih

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Bildnachweis
Dancing Shiva on white background = ©Ferenc Cegledi/fotolia.com

Diese Seite wurde am 24.01.2023 zuletzt geändert.

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