Yoga Helmuth Maldoner Karlsruhe - Fragen/Hinweise
Yoga-Institut Helmuth Maldoner Karlsruhe

Fragen/Hinweise

 

Was heißt Prasâda?
Die Rückengesundheit
Was ist therapeutischer Yoga?
»Lehren Sie Prânâyâma-Techniken?«
Kein Yoga während der Menstruation
Was bedeutet Meditation im klassischen Yoga?
Der Zugang zur spirituellen Welt
Die tägliche Übung
Zur Korrektur im Unterricht
Hinweise zum Üben
Traditioneller, klassischer Yoga

 


Was heißt Prasâda?

Aus dem Sanskrit-English-Dictionary von Sir M. Monier-Williams:

prasâda = clearness (Klarheit), brightness (Helligkeit, Glanz), pellucidness (Durchsichtigkeit), purity (Reinheit), calmness, tranquillity (Ruhe), absence of excitement (Abwesenheit von Aufregung), serenity of disposition (heitere, abgeklärte Gemütsruhe); graciousness (Gnade), kindness (Güte), favour (Gunst), aid (Hilfe).

Heute denkt man bei prasâda mehr an die letzten vier Begriffe. Prasâda ist jedoch ein alter, zentraler Ausdruck aus der spirituellen Welt und bedeutet »Klarheit, Reinheit, Ruhe, Frieden« des Geistes.

prasâde sarvaduhkhânâm hânir asyopajâyate ... »In der Ruhe entsteht das Schwinden aller Leiden.« [Bhagavad-Gîtâ II, 65]

zurück an den Anfang

 

Die Rückengesundheit

Gegen Rückenschmerzen gibt es nichts Besseres als den Hatha-Yoga. Wählt man aber die ungeeigneten Übungen, oder praktiziert man die geeigneten Übungen nicht korrekt, kann man sich schaden. Dieser Umstand erklärt auch die Tatsache, daß viele Ärzte negativ darüber denken. Man sieht in vielen Stellungen gelenkschädigende Überdehnungen und rückenfeindliche Haltungen. Der Vorwurf ist objektiv falsch und zum Teil dennoch berechtigt.

Warum falsch? Die richtigen Körperübungen, korrekt ausgeführt, sind niemals gelenk- und rückenfeindlich, vielmehr von höchstem therapeutischem Wert. Warum zum Teil berechtigt? Man stelle sich vor: Jemand klagt beim Orthopäden, daß ihm während einer Yogaübung ein heftiger Schmerz in den Rücken gefahren sei. Der Arzt läßt sich die Übung zeigen und reagiert negativ: In seinen Augen ist sie unphysiologisch, rückenfeindlich. Wie kann er auch wissen, daß sie entweder nicht zum therapeutischen Yoga gehört oder zu diesem gehört, jedoch nicht korrekt ausgeführt wurde. Die Erfahrung des Patienten genügt ihm für ein Urteil, und fertig ist das Bild vom schädlichen Hatha-Yoga. Den Ärzten ist kein Vorwurf zu machen. Woran sollten sie sich halten? Der Yoga ist ein Selbstbedienungsladen; zehn Yogalehrer, das sind zehn Methoden. Selbst wenn man eine therapeutisch sinnvolle Übung vor sich hat, ist noch nichts gewonnen; sie muß eben auch korrekt ausgeführt werden.

Die korrekte Ausführung der therapeutisch wertvollen Übungen – darum geht es in der Yogaschule.

Was korrekt hinsichtlich des Rückens bedeutet, sei an der Rumpfbeuge im Stand geklärt. Mit rundem Rücken den Rumpf zu beugen, nach vorne zu sinken, ist der schlimmste Fehler, die größte Gefahr für die Bandscheiben. Bei allen Rumpfbeugen liegt der Drehpunkt nicht im Rücken, sondern in den Hüftgelenken. Den Rumpf mit hängendem Kopf, ohne Spannung im Rücken, Wirbel für Wirbel runder werdend schwer sinken zu lassen – dies ist ein fahrlässiges Spiel mit der Gesundheit des Rückens. Und noch gefährlicher ist die Rückkehr aus dieser falschen Haltung. Wirbel für Wirbel, rund bei einem derart instabilen Zustand der Wirbelsäule und der Rückenmuskulatur hochzukommen: verrückt. Dagegen ist die Rumpfbeuge mit gespreizten Beinen und mit geradem Rücken eine physiologisch korrekte und wichtige Dehn-Kraft-Übung des Hatha-Yoga. Dieses eine Beispiel genügt für ein Verständnis.


zurück an den Anfang

 

Was ist therapeutischer Yoga?

Die Bezeichnung eignet sich, um diesen Aspekt von den anderen Aspekten des Hatha-Yoga zu unterscheiden. Auch der Ausdruck traditionell ist keine Garantie dafür, daß im Laufe der Zeit alles seine Richtigkeit bewahrt.

Wenn man unvoreingenommen auf die überlieferten Übungen des Hatha-Yoga blickt, fallen einige Ungereimtheiten auf. Wie lange z.B. soll man in einem Âsana verweilen? Das häufig zu lesende »so lange wie möglich« ist in gesundheitlicher Hinsicht niemals korrekt. Viele der Âsanas erkennt man auf Anhieb als für den Rücken nicht physiologisch. Wie harmoniert dies mit den therapeutisch wertvollen Rückenübungen? Die Antwort liegt auf der Hand: Sie müssen aus anderen Disziplinen stammen. Im Lauf der Zeit haben sich durch mangelnde Sorgfalt und durch die pragmatische Natur des Menschen Dinge vermischt die nicht zusammengehören.

Es haben sich Zirkus-Elemente in den Yoga eingeschlichen. Zwei Beispiele: 1. In Bauchlage beugt man die Knie und zieht die Füße so weit über den Rücken zu sich, bis sie vor dem Gesicht stehen (merudandâsana): eine schädliche Überstreckung des Rückens mit Belastung der HWS. 2. Man sitzt auf dem Steißbein in schädlicher Lendenkyphose, zieht die Beine nach oben bis die Füße am Hinterkopf überkreuzt werden und drückt sich hoch, so daß nur noch die Hände den Boden berühren (dvipâda kandharâsana). Mit so etwas kann man in der Tat auf dem Marktplatz sein Geld verdienen.

Man mag das als artistische Leistung bewundern; mit der Gesundheit ist es unvereinbar. Von jeder Übung kann gesagt werden, sie kräftige hier, sie dehne dort, aber welcher ist ihr eigentlicher Sinn? Die Praxis des Hatha-Yoga sei: vernünftig, sinnvoll, heilsam. Ist dies der Fall, wenn eine Übung nur um ihrer Schwierigkeit willen gemacht wird? Man sollte nicht alles glauben, was in vielen Büchern steht. Von der Kopfbrücke (setubandhâsana) wird gesagt, sie stärke den Nacken, belebe Kopf und Gehirn, usw. De facto stellt diese alte Übung ignoranter, übermütiger Krieger und Mönche eine hochgradig schädliche Belastung der Nackenwirbel dar.

Die Aufzählung weiterer negativer Beispiele erübrigt sich. Wer mit gesundem Menschenverstand auf die angebotenen Stellungen blickt, dem kann nicht verborgen bleiben, was für den Körper gut und was schädlich ist.

zurück an den Anfang

 

»Lehren Sie Prânâyâma-Techniken?«

Nein. In alter Zeit war es verboten öffentlich den Prânâyâma zu lehren, und ich halte mich daran.

Die Yoga-Atmungen sind zweierlei: a) die fließenden, sanften Übungen, bei denen die Luft nach der Einatmung nicht angehalten wird. Sie fördern den harmonischen Fluß des Prâna und sollten von allen an der Gesundheit Interessierten praktiziert werden; b) Prânâyâma, die Techniken mit längerem Anhalten der Luft. Sie sind auch therapeutisch, ihr eigentliches Ziel aber ist die Erweckung der Kundalinî. Daher darf der Prânâyâma nur von völlig gesunden, intensiv Übenden unter Anleitung eines Meisters praktiziert werden, er gehört nicht an die Öffentlichkeit.

Die Prânâyâmas sind Kumbhakas, mit Anhalten der Luft, speziell nach dem Einatmen. Jedes längere Atemanhalten erhitzt die im untersten Chakra schlafende Urkraft, zwingt sie zum Aufsteigen. Falsch praktiziert können diese Übungen gefährliche Folgen haben. Sollte jemand daran denken in den Prânâyâma einzusteigen, muß ihm klar sein:

1. Primäres Ziel des Prânâyâma ist nicht die Gesundheit, vielmehr das Erwachen und der Aufstieg der Kundalinî, und damit gehört er zu den geistigen Übungen.

2. Der Aufstieg ist nur möglich, wenn Körper, Nâdis und Geist durch lange intensive Übung des gesamten Yoga die nötige Reinheit erlangt haben. Daher gehören die Einhaltung der ethischen Gebote, ein Leben in Reinheit und Enthaltsamkeit, die Praxis der Meditation und die Atemübungen zusammen. Der Prânâyâma darf nicht für sich geübt werden, losgelöst von den anderen Teilen der Yogapraxis.

3. Niemals darf der Prânâyâma ohne Führung durch einen Meister praktiziert werden. Er allein kennt die Gefahren des spirituellen Weges. Ein vernünftiger Schüler läßt sich persönlich unterweisen, er lernt nicht aus Büchern; und mit gutem Grund verweigert er in einem Yogakurs Prânâyâma-Übungen, die ihm ein unwissender Lehrer beibringen will.

4. Wenn man die zum Schutze des Übenden aufgestellten Regeln und Warnungen in egozentrischer Besserwisserei und Arroganz vom Tisch fegt, sind Probleme unvermeidbar. Bedingt durch die Unreinheit von Körper und Geist steigt die zu früh erweckte Urkraft nur teilweise auf, und ihre Ströme fließen chaotisch durch den Körper. Die Folgen sind Störungen der Verdauung, Herz- und Lungenprobleme, allerlei Schmerzen, Schlaflosigkeit, psychische Probleme, geistige Verwirrung.

Das letzte sei besonders betont. Krankheiten, Schmerzen, Schlaflosigkeit sind schlimm genug, aber sie betreffen eine einzige Person; damit verglichen hat die geistige Verwirrung die tragischeren Folgen. Menschen, in denen Teilströme der Urkraft das Gehirn erreicht haben, halten die auf diese Weise erlangten kleineren Erkenntnisse für die »Wahrheit« und machen sich zu ihren Verkündern, weil sie den Versuchungen der Ehre und der Macht nicht widerstehen können. So geraten nicht nur sie selber in die Irre, sondern noch andere schwache Menschen, die zu belehren und zu führen sie sich anmaßen.

Dennoch wird überall unbekümmert der Prânâyâma gelehrt. Man mag sich wundern warum es dabei nicht so häufig zu Problemen kommt, wie sie eigentlich zu erwarten wären. Die Erklärung ist einfach: Die wenigsten Kursteilnehmer üben daheim intensiv weiter. Gott sei Dank, es schützt sie vor Gefahr. Wenn aber nur einer von zehn Menschen sich ernsthaft mit dem Prânâyâma beschäftigt, müßte dies für den Lehrer, der solches öffentlich unterrichtet, ein Grund zur Beunruhigung sein, denn er wird karmisch für die dann entstehenden Schwierigkeiten seines »Schülers« verantwortlich sein.

Ich zitiere zum Thema Atmen aus einem der besten Bücher: Stephan Palos, Atem und Meditation. Von Stephan Palos können weniger seriöse Autoren, Atem- und Meditationslehrer lernen was Verantwortung bedeutet. Da das Buch zur Zeit vergriffen ist sei es erlaubt, einige kurze Ausschnitte wiederzugeben.

»Wir halten es für notwendig, einiges auch über die Yoga-Atemübungen zu sagen, weil sie Ähnlichkeiten mit den chinesischen Methoden aufweisen. Der größere Teil der diesbezüglichen Werke hat populärwissenschaftlichen Charakter. Unter ihnen befinden sich sicherlich manche, von denen angenommen werden kann, daß sie im guten Glauben geschrieben wurden; aber sie vermitteln die Übungen oft in einem falschen Licht und unter unrichtigen Voraussetzungen, so daß ihr therapeutischer Wert nur gering einzuschätzen, oder sogar gefährlich ist. Diese Werke verursachen meist mehr Schaden, als daß sie Nutzen bringen. Das bezieht sich besonders auf die physischen, als Hatha-Yoga bekannten Übungen. Dem Autor sind mehrere Fälle bekannt geworden, wo beispielsweise der Kopfstand zu Lähmungen geführt hat oder übertriebene Atemübungen den Tod herbeiführten. Der Laie, der damit begonnen hat, nach irgendwelchen Büchern die Übungen selbst zu praktizieren, weiß niemals, welchen unberechenbaren Weg er eingeschlagen hat.

Die atemtherapeutischen Ärzte im Westen … bestätigen im Einklang mit den Yogis, daß die Interessenten sich nur unter Anleitung eines erfahrenen Führers mit diesen Übungen beschäftigen dürfen. Ohne eine praktische Unterrichtung können die Atemübungen nicht nur für einen Kranken äußerst schädlich sein, sondern auch bei dem Gesunden zu Schäden führen. Das gilt auch für die Ausübung der Meditation.

Der Beginn der Atemübungen ist stets mit Gefahren verbunden, wenn die geeignete Führung fehlt. Solche Übungen nehmen äußere Energie auf und setzen innere Kräfte frei, die einen übermäßigen Einfluß auf den Betreffenden ausüben. Sie erheben ihn zu einer ekstatischen Erfahrung oder treiben ihn in die Tiefe der Verzweiflung. Ohne Führung können die Atemübungen gefährlicher sein als ein unüberwachter Versuch mit LSD.

Weder Akupunktur noch Atemtherapie sollten von Menschen ausgeführt werden, die nicht genügend unterrichtet sind in der traditionellen Medizin, und die keinen Sinn für Verantwortung und Berufsmoral haben. Die westliche Medizin öffnet nicht das Tor zu den Geheimnissen der orientalischen Medizin. Viele westliche Mediziner, die über dieses Thema schreiben, wissen nicht, daß Nadelstiche oder auch nur ein 10 bis 15 Sekunden andauernder Druck auf bestimmte therapeutische Zentren Gehirnschaden, Frühgeburt, selbst Tod hervorrufen können, während Mißbrauch der Atemmethoden augenblicklich zur Spaltung der Persönlichkeit führen kann … und die Einlieferung in ein Nervensanatorium notwendig macht.«

Soweit Stephan Palos.

Von Swâmî Nârâyanânanda hören wir:

«… a Buddhist monk came to me to learn Yoga. He had about forty monasteries under his control. He used to go to the universities to lecture on Buddhism. But the most funny thing was, he didn't know how to meditate. Then again, one of the organizations had a magazine, and in that they were giving Prânâyâma lessons to the public. And one of the Brahmacharies, in 1950, wanted to learn Prânâyâma from me. He was one of those giving lessons in Prânâyâma – and he wanted to learn Prânâyâma ! I got annoyed. I took him to task like anything. For one hour I gave him scoldings, like: ‹Wretched people, what are you doing? You are teaching Prânâyâma and you don't even know it yourselves. You have been teaching Prânâyâma to the public. What a horrible thing!› Then I said: ‹I will not tell you anything today. Come tomorrow, or the day after, then I will see.› Then he became afraid and never returned at all. But they are all big ‹Gurus›, giving Prânâyâma lessons, etc. That is the story going on everywhere. There are so many Gurus, big Gurus. The paper propaganda makes them very big – even the universe cannot hold them! It is horrible Gurus. This is a funny thing going on. It is a misfortune, rather. And how many go mad? That is a thing to be seen. When they go further, they will understand.»

 »… kam ein buddhistischer Mönch zu mir, um Yoga zu lernen. Er war mit der Leitung von ungefähr vierzig Klöstern betraut. Er ging auch auf Universitäten und hielt Vorlesungen über Buddhismus. Doch das lustigste war, daß er nicht wußte, wie man meditiert. Weiterhin gab eine der großen Organisationen eine Zeitschrift heraus, in der Lektionen in Prânâyâma veröffentlicht wurden. Und im Jahre 1950 wollte einer dieser Leute von mir Prânâyâma erlernen. Er war einer von denen, die Prânâyâma-Lektionen erteilen – und er wollte Prânâyâma erlernen! Ich wurde ungehalten. Eine Stunde lang machte ich ihm Vorwürfe, wie: ›Ihr Gauner, was macht ihr? Ihr lehrt Prânâyâma und könnt es nicht einmal selbst. Ihr habt Prânâyâma-Übungen an die Öffentlichkeit gebracht. Was für eine schändliche Sache!‹ Dann sagte ich: ›Heute werde ich dir gar nichts beibringen. Komme morgen oder übermorgen, dann will ich sehen.‹ Darauf bekam er Angst und kam nie wieder. Dennoch sind sie alle große ›Gurus‹, die Prânâyâma-Lektionen erteilen usw. So geht es heute überall. So viele Gurus gibt es, große Gurus. Die Zeitungspropaganda bringt sie groß heraus – selbst das Universum erblaßt vor ihrer Größe! Schreckliche Gurus sind das. Das ganze ist ein seltsamer Spaß. Es ist eher ein Unglück. Und wieviele werden verrückt? Das wird man noch sehen müssen. Erst wenn sie tiefer gehen, werden sie verstehen.«

Da der Prânâyâma ein Haupttechnik des Kundalinî-Yoga ist, sollten auch diese Worte des Psychiaters C. G. Jung (1875–1961) zum Nachdenken anregen:

«One often hears and reads about the dangers of yoga, particularly of the ill-reputed Kundalini Yoga. The deliberately induced psychotic state, which in certain unstable  individuals might easily lead to a real psychosis, is a danger that needs to be taken very seriously indeed. These things really are dangerous and ought not to be meddled with in our typically Western way. It is a meddling with fate, which strikes at the very roots of human existence and can let loose a flood of sufferings of which no sane person ever dreamed.» [C. G. Jung, Introduction to The Tibetan Book of The Dead]

 »Man hört und liest oft über die Gefahren des Yoga, insbesondere des verrufenen Kundalini-Yoga. Der absichtlich hervorgerufene psychotische Zustand, der bei instabilen Menschen leicht zu einer echten Psychose führen kann, ist eine Gefahr, die in der Tat sehr ernst genommen werden muß. Diese Praktiken sind wirklich gefährlich und sollten nicht mit unserer typisch westlichen Lebensweise zusammengebracht werden. Sie sind eine Einmischung in das Schicksal, die die Wurzeln der menschlichen Existenz trifft und eine Flut von Leiden freisetzen kann, von denen kein vernünftiger Mensch jemals geträumt hat.«

zurück an den Anfang

 

Kein Yoga während der Menstruation

Einfach ausgedrückt sind in den Tagen der monatlichen Regel Blut und Energie auf dem Abwärtskurs. Der Yoga zieht die Energie nach oben; das würde hier den Organismus in seiner naturgemäßen Funktion behindern. Auch wenn in vielen Yogabüchern etwas anderes steht wird hier betont: Während der Menstruation sind nur das fließende Atmen, die Entspannung und ruhige Dinge wie die Arbeit mit dem Nacken erlaubt. Der größte Fehler wäre es, die Umkehrhaltungen einzunehmen wie Kerze, Kopfstand, Pflug. Obwohl es im besonderen für Ashtanga-, Iyengar-, Power-Yoga und ähnliche gilt, ist es besser, während der Regel überhaupt keinen Yoga zu praktizieren. Yoga während der Menstruation, das ist gegen die Natur. Es gibt Rückmeldungen von Frauen (sogar von Yogalehrerinnen, seltsam), die sich über diesen vernunftvollen Ratschlag geradezu empören. Was ist dann zu sagen außer: Man kann sich emotionslos informieren, etwa in den alten Schriften der indischen und chinesischen Medizin. Oder in den Schriften von Ärzten, die mit der hippokratischen Säftelehre vertraut waren, wie Dr. Bernhard Aschner. Aber wenn das Ego hier querschießt, ist nichts zu machen.

zurück an den Anfang

 

Was bedeutet Meditation im klassischen Yoga?

Fragt man mehrere Personen, was Meditation ist, erhält man mehrere Antworten. »Wir gehen zur Meditation« – dieser Ausdruck ist in der allgemeinen Bedeutung praktisch, sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß nur die wenigsten Menschen während der Zeit ihrer »Meditation« sich wirklich mit dem beschäftigen, was der Yoga darunter versteht.

Meditation (dhyâna) ist der Folgezustand einer überragenden Fähigkeit zur Konzentration (dhâranâ). In der Regel ist es so, daß ein »Meditierender« nur versucht, seinen Geist auf einen Punkt zu richten und dort zu halten; man hat am Ende, im idealen Fall einen einzigen Gedanken (dies wäre dann die Meditationsstufe) und kann dank der geistigen Kraft verhindern, daß sich andere Gedanken dazwischenschieben. Konzentration ist die Vorstufe zur Meditation, und auch über diese Fähigkeit gibt es eine Vielzahl von Meinungen, dabei kann man die Sache eigentlich nicht falsch verstehen: Wie lange vermag ich meinen Geist in einem Gedanken, in einem Punkt zu halten, ohne daß sich andere Gedanken, andere Bilder dazwischenschieben? Shrî Patañjali sagt: »Yoga ist die Stillegung der Bewegungen des Geistes.« Und im nächsten Satz versichert er uns: Dann ruht man in der eigenen wahren Natur, im Zustand der Selbst-Erkenntnis. Was aber heißt »dann«? Hier macht sich so mancher Übende falsche Vorstellungen von seinen Fortschritten. Für die Dauer von wenigen Sekunden (!) alle Kräfte des Geistes in einem Punkt halten zu können, das ist eine überragende Stufe; Aussagen anderer Art zeugen von einer fehlerhaften Selbstbeobachtung (zu ihr gehört beispielsweise die Behauptung, man schaffe es, den Geist für einige Zeit leer zu machen, also an nichts zu denken. Das ist in diesem Stadium unmöglich; selbst »die Leere« ist nur eine Vorstellung des Geistes, ein Gedanke).

Unter Konzentration versteht der Yoga die Fähigkeit, den Geist zwölf Sekunden lang in einem Punkt, im Objekt der Konzentration halten zu können: eine überragende Stufe, ein himmelhoher Gipfel. Vermag man die Konzentration auf die Dauer von zwölf Dhâranâs (mehr als zwei Minuten) zu verlängern, dann erst ist man bei der Meditation. Läßt man den Geist, durch nichts mehr abgelenkt, weiter sich vertiefen und schafft eine alle menschlichen Dimensionen sprengende Dauer von zwölf Dhyanas (etwa eine halbe Stunde), dann geht man in den Zustand der vollkommenen Versenkung (samâdhi) ein.

In der landläufigen Bedeutung mag Meditation auch aus Gebeten und ähnlichem bestehen, das ist wichtig und wertvoll. Die Essenz des Yoga ist dennoch die Fähigkeit zur willentlichen Konzentration; es gibt auf dem spirituellen Weg nichts Höheres als ihre unablässige Übung.

zurück an den Anfang

 

Der Zugang zur spirituellen Welt

Jeder Mensch muß von selbst auf den für ihn richtigen Pfad gelangen, durch eigenes Wissen, vorangetrieben durch das eigene Karma. Wenn es jemandes Schicksal ist, auf diesen oder jenen Weg zu kommen, dann wird er zwangsläufig diese Richtung einschlagen; da braucht es niemanden der ihn überzeugen muß.

»Selbst der Einsichtige handelt gemäß seiner eigenen Natur. Die Wesen folgen der Natur. Was soll (angesichts dessen) die Unterdrückung (der eigenen Natur) bewirken?« (Bhagavad-Gîtâ)

»Die Wesen folgen der Natur« (= ihrem Karma) – diese tiefgründigste Aussage erklärt alle sonst unerklärbaren Dinge. Wer sie verinnerlicht hat ist nicht mehr fähig andere zu belehren, beeinflussen und überzeugen zu wollen; er hält sich sogar mit Ratschlägen zurück und kann nur den Worten von Shrî Krishna folgen: Lasse jeden tun, wozu ihn sein Karma zwingt; lasse jeden gehen, wohin es ihn treibt, während du selbst versuchst, im Geist des Yoga zu handeln! Das rechte Verstehen ist der Weg zur Erlösung, und diesen Weg muß jeder für sich gehen.

Es mag sein, daß ein kleiner Anstoß von außen hilfreich ist. Dann kann man auf mehrmalige Nachfrage eine Buchempfehlung aussprechen oder eine Adresse vermitteln. Das ist alles; jedes tiefere Eingreifen in die Seelenwelt anderer wäre von Übel.

Ich führe niemanden in die Meditation ein. Wer sich zum Spirituellen hingezogen fühlt wird nicht abgewiesen; er sollte aber verstehen daß es schwierig ist die wahre geistige Welt zu betreten, und daß ich dabei nur indirekt helfen könnte, siehe oben.

Eines sei klargestellt: Wer sagt »Ich will meditieren, um zur Ruhe zu kommen«, der hat nicht verstanden worum es beim spirituellen Yoga geht. Wer vom Alltag abschalten, in diesem Sinne ruhig werden will, sollte im Liegen zwanzig Minuten entspannen, oder zehn Minuten bewußt atmen, oder bei beruhigender Musik eine Tasse Tee trinken, aber gewiß nicht »meditieren«. Der wahre geistige Yoga ist der größte Streß; hier geht es um Konzentration (das Schwierigste überhaupt), Selbstbeherrschung, Askese, Verzicht; um das Elend des Kreislaufs der Geburten und Tode, um die Überwindung dieser armseligen Welt, um die Sehnsucht nach Freiheit, um das Finden eines echten Gurus; um das alles beherrschende Thema Karma, um Religion, um das Heil der Seele. Wer diese Begriffe nicht zu seinem Wortschatz zählt sollte sich nicht mit Meditation und geistigem Yoga beschäftigen.

Der heutige Yoga dreht sich um »alles ist gut, alles ist leicht«, »alle haben sich lieb« und ähnliches. Wie oft ist zu erleben, daß Liebhaber dieses Kindergarten-Yoga schockiert sind und manchmal sogar aggressiv reagieren wenn sie mit 3000 Jahre alten Sätzen aus den Upanishaden konfrontiert werden, wie dem Klassiker: »Erhebe dich! Erwache! Erlangt habend die Gnade der Besten, sei wachsam! Schwer zu gehen ist auf des Messers Schneide; ebenso schwer ist der unwegsame Pfad des Yoga.« Der Yoga ist wie der Gang auf des Messers Schneide? Nein, das möchten viele weder verstehen noch akzeptieren. Ebensowenig wie die kristallklaren Worte aus der Bhagavad-Gîtâ: »Das Glück des Yoga schmeckt am Anfang wie Gift, und erst am Ende wie Nektar.« Und wie die unmißverständliche Feststellung aus der Katha-Upanishad: »Das eine ist das Gute, das andere ist das Angenehme; beide führen zu verschiedenen Zielen. Wer sich an das Gute hält wird gut; wer das Angenehme wählt verliert das Glück.«

zurück an den Anfang

 

Die tägliche Übung

Ohne tägliches, systematisches Praktizieren können die Übungen ihre Wirkungen nicht wirklich entfalten. Dieser Satz möge Menschen die nur gelegentlich üben nicht demotivieren; es soll nur gesagt sein, daß man bei mangelnder Praxis nicht herausfinden wird, welches Potential im Hatha-Yoga steckt.

»Gibt es eine Übung gegen mein Problem?« – wie oft wird dies gefragt. Wir haben uns über Jahre ein Leiden zugezogen; jetzt soll es durch wenige Minuten Übung verschwinden: allein der Gedanke ist absurd.

Es mag sogar sein, daß bei manchen Beschwerden eine einzige Übung genügt, aber die Sache hängt an dem immer selben Haken: Regelmäßigkeit und Intensität. Wie oft klagen Kursteilnehmer: Die empfohlene Übung hat bei meinem Problem nicht geholfen – und wie oft stellt sich heraus, daß der Grund dafür einzig in der mangelnden Arbeit zu finden war. Es gibt Menschen die erwarten, daß ihre seit langem bestehende schmerzhafte Schultersteife mit 5 Minuten Übung pro Woche verschwindet; daß die der Kobra zugesprochene Heilung der meisten Unterleibsleiden eintritt, wenn diese ja nur wenige Sekunden dauernde Übung jeden dritten Tag einige Male gemacht wird. Solchen Menschen kann man entweder weiterhin schöne Träume wünschen, oder ihnen ans Herz legen: Je mehr guten Willen und Zeit man investiert, desto mehr bekommt man zurück. Nur durch tägliche Übung wird sich die tiefgreifende Macht des Hatha-Yoga enthüllen.

Die in den Schriften versprochenen Wirkungen sind keine »indischen Übertreibungen«, wie es oft aus Enttäuschung heißt. Bei ausbleibendem Erfolg laute die Frage: Lag es an der Übung oder am Übenden? Auf das letzte kommt nur der selbstkritische Geist. Die meisten gehen den bequemen Weg: »Die Methode hat mir nichts gebracht? Ich suche eine andere. Yoga? Das habe ich auch schon drei Monate gemacht.« Das ist der Mensch des Westens: drei Monate Yoga, drei Monate Qigong, ein Intensiv-Wochenende (!) Atmung und Meditation. Kennen tun wir alles, können nur wenig.

zurück an den Anfang

 

Zur Korrektur im Unterricht

Nicht selten hört man im Unterricht den Satz: »Ich wurde jetzt schon mehrere Wochen nicht mehr korrigiert!« Ein Vorwurf, der sofort, in Anwesenheit der anderen geklärt wird; er kann nicht stehengelassen werden, da er ein Mißverständnis ist.

→ Sehe ich bei einer Übung objektive Fehler, greife ich unverzüglich ein und korrigiere.

→ Wird eine Übung korrekt ausgeführt, sie ist aber »noch nicht gut genug«, dann lasse ich den Übenden in Ruhe.

Vier Beispiele:

Knie zur Brust. a) Die Knie werden zur Brust gezogen wie in Heilwirkungen, Bild 33, Seite 201: der zu tief liegende Kopf ist ein großer Fehler, der eine sofortige Korrektur zur Folge hat. b) Die Knie werden zur Brust gezogen wie im Bild 26, Seite 198: Keine Fehler zu sehen; die Übung ist aber nicht gut genug, wie man an der perfekten Ausführung im Bild 28 erkennt. Was soll man sagen, wenn jemand nicht imstande ist, intensiver in den Hüftgelenken zu beugen, da es ihm an Dehnung, sprich: an genügend Übung fehlt? Soll man den Streß des Übenden vermehren mit den Worten »was du machst ist fehlerfrei, aber nicht gut«?

Beinstreckung im Liegen. a) Beinstreckung bedeutet Kniestreckung. Sieht man gebeugte Knie = Fehler, sofortige Korrektur. Sieht man gestreckte Kniegelenke, die Beine können aber höchstens in die Senkrechte gezogen werden (Seite 243, Bild 45), dann ist die Übung fehlerfrei, aber noch nicht gut genug. »Sehr gut« wäre es wie im Bild 47. Neun von zehn Übenden benötigen für diese Dehnung einen Gurt. Soll man ihnen dies vorwerfen? Sie üben korrekt, schaffen aber nicht die intensive Ausführung. Was nützt da eine kritische Anmerkung des Lehrers, wenn zu Hause nicht täglich geübt wird?

Überkreuzgriff hinten. Die gewöhnliche Ausführung, mit Gürtel: Seite 345, Bild 164. Fehlerfrei, aber »nicht gut genug«, daher keine Einmischung. Perfekt wäre: Bild 165.

Rumpfbeuge im Stand. Sieht sie aus wie im Bild 50, Seite 246: schlimm; es wir dann sofort korrigiert. Mit geradem Rücken, man kommt aber »nur« so weit wie im Bild 214, Seite 398: in Ordnung; auch wenn sie intensiver sein könnte (Bild 216). Solange die Dehnung der hinteren Beinmuskulatur nicht besser wird, so lange vermag man eben auch nicht tiefer zu gehen.

Zusammenfassend: Überwacht werden alle Kursteilnehmer. Eingegriffen wird aber nur, wenn Fehler gemacht werden. Jeder Übende muß selber wissen welche Stufe des Yoga er erreichen will. Was er dafür tun müßte wird ihm gesagt.

zurück an den Anfang

 

Hinweise zum Üben

Was muß man beim Üben am meisten beachten?
Daß man sehr langsam und bewußt übt; daß die Gedanken bei dem sind, was man im Augenblick tut. Auf diese Weise wird man immer richtig üben und sich nie verletzen. Nichts ist im Yoga wichtiger als das unablässige Spüren. Das tut auch dem Geist gut, denn es fördert die Konzentration und bringt ihm daher Ruhe. Langsam und bewußt – die zwei großen Begriffe in der Yogapraxis.

Soll man das im Kurs Erlernte daheim weiterüben?
Unbedingt. Wer nur einmal in der Woche praktiziert nutzt die Stunde in der Yogaschule zum reinen Üben und zum Entspannen. Das ist natürlich gut. Perfekt aber wäre: Ich nutze den Unterricht mehr zum Lernen – und praktiziere fleißig das Erlernte zu Hause.

Wie oft pro Woche sollte man üben?
Am besten täglich. Angesichts von soviel Streß und Zeitknappheit heutzutage ist ein dreimaliges Üben pro Woche auch sehr gut, jeden zweiten Tag 30 Minuten lang. Die wichtigsten aller Gesundheitsübungen, Uddîyâna und Mûla-Bandha, sollte man aber täglich praktizieren, das dauert nicht länger als drei Minuten. Dasselbe gilt für die außerordentlich wichtige Nasenspülung, welche in zwei Minuten erledigt ist. Die Reinigungen sind generell wichtiger als die Âsanas.

Welche von den vielen Übungen soll man machen?
Jene, die man gerade braucht. Bei Kreuzschmerzen wird eine Schulterübung wenig bringen; bei Hüftarthrose benötigt man Übungen für das Hüftgelenk; will man Ruhe, sollte man zehn Minuten atmen … Dieses Prinzip gilt für den Fall, daß man nur 15–30 Minuten Zeit hat. Wer über mehr Zeit verfügt, sollte eine komplette Übungsserie durchgehen, wie »die große Gelenkrunde« (für alle Gelenke des Körpers), oder die  Schulterserie, oder …

zurück an den Anfang

 

Traditioneller, klassischer Yoga

Traditionell hat die Bedeutung: ursprünglich, überliefert, nicht dem Zeitgeist angepaßt. Das deutlichste Merkmal des Geistes ist: Er hält es nie längere Zeit bei einer Sache, bei einem Gedanken aus. Ununterbrochen sucht er neue Eindrücke und Reize, unaufhörlich springt er von einem Gedanken zum anderen. Nur mit dieser Natur des Geistes ist zu erklären, warum es unter anderem ständig neue Formen des Yoga geben muß, denn das Alte ist ja so quälend langweilig. Yoga bedeutet Einfachheit, aber gerade die Einfachheit ist für viele Menschen das größte Hindernis.

Der Geist hat vier Grundeigenschaften: Denken, Fühlen, Wollen (Handeln), Sich-Sammeln (Konzentrieren); eine davon ist meist vorherrschend. Entsprechend wurde von den alten Meistern der Yoga in vier Arten eingeteilt: Die Denker gehen den Weg des Jñâna-Yoga – die Unterscheidung zwischen dem Wirklichen und Unwirklichen, zwischen Licht und  Dunkelheit, um so zur höchsten Wahrheit zu gelangen. Menschen, in denen die Fähigkeit des Fühlens vorherrscht, gehen den Weg des Bhakti-Yoga – der Weg des Herzens, der Hingabe an das göttliche Ideal. Jene, die es zur Handlung treibt, gelangen über den Weg des Karma-Yoga zum Ziel – die Arbeit um der Arbeit willen, ohne das Verlangen nach den Früchten dieser Arbeit, ohne den Gedanken an eine Gegenleistung, an Gewinn und Lob. Für jene, deren Stärke das Sich-Sammeln (die Konzentration) ist, gibt es den Râja-Yoga, den Weg der Beherrschung der Wünsche, Gedanken, Emotionen. Vier Eigenschaften, vier Wege – das ist klassisch. Wieviele Yogas gibt es angeblich noch? Laya-Yoga, Siddha-Yoga, Kundalini-Yoga, Tantra-Yoga, Mantra-Yoga, Dhyana-Yoga … Und in Bezug auf die Gesundheit: Früher gab es den Hatha-Yoga; heute liest man von: Aku-Yoga, Luna-Yoga, Flow-Yoga, Ayur-Yoga, Vinyasa-Yoga, Chi-Yoga, Yin-Yoga, Tri-Yoga, Jivamukti-Yoga, Anusara-Yoga, Power-Yoga, Hormon-Yoga … Mit dem Alten, mit dem Einfachen geben sich wenige zufrieden.

Traditionell hat eine weitere Bedeutung. In alter Zeit war es verboten, den Prânâyâma öffentlich zu lehren; wieviele Yogalehrer halten sich heute an diese wichtige Vorschrift? Einst galt es als Verfehlung jemanden in die Meditation einzuweihen, solange man selbst nicht den Zustand der Weisheit erreicht hatte; wieviele Yoga- und Meditationslehrer gibt es heute, die sich daran halten? Einst bemühte man sich als Wanderer auf dem spirituellen Pfad um die Enthaltsamkeit; heute erzählen uns »Fachleute«, daß die alte Regel des Brahmacharya überholt ist. Das geistige Heilen ist gängig in vielen esoterischen Richtungen, auch im modernen Yoga; die echten Meister dagegen warnten in alter Zeit davor, weil dies ein gefährlicher Mißbrauch übernatürlicher Kräfte ist.

In diesem Sinne: Die Bezeichnung traditioneller Yoga weist auf das ursprüngliche, den alten Regeln entsprechende System hin.

zurück an den Anfang

Diese Seite wurde am 18.02.2020 zuletzt geändert.

Suchen ©2012 SCS